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ÖBB verschieben Bahn-Ausbauprojekte rund um Wien erneut

Viergleisiger Ausbau der Südbahn und Flughafenspange sollen mindestens zwei Jahre später als ursprünglich geplant fertiggestellt werden. Bauarbeiten auf Flughafen-Schnellbahn S7.
Ein ÖBB ZUG

Es sind zwei Großprojekte der ÖBB, die den Bahnverkehr rund um Wien für die kommenden Jahrzehnte weiterentwickeln sollen: der viergleisige Ausbau der Südbahn in den Bezirken Mödling bis Wiener Neustadt einerseits und die sogenannte „Flughafenspange“ im Bezirk Bruck an der Leitha andererseits, die den Osten Österreichs enger an den Airport und an Wien anbinden soll.

Aus Einsparungsgründen hatte Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) bereits im Vorjahr eine Verschiebung der Vorhaben angekündigt. Nun sind im ÖBB-Rahmenplan 2027 bis 2032 jedoch neue Verzögerungen vorgesehen.

Mödlings ÖVP-Bezirksobfrau Landtagsabgeordnete Marlene Zeidler-Beck bedauert dies: „Die Strecke zwischen Wien Meidling und Mödling ist eine der wichtigsten Pendlerachsen Österreichs. Dass ausgerechnet dieser Ausbau erneut um Jahre verschoben wird, zeigt: Das Sparprogramm des Bundes trifft Niederösterreich mit voller Härte. Tagtäglich kämpfen die Pendlerinnen und Pendler mit Verspätungen, Zugausfällen und überfüllten Zügen – daher ist der Ausbau dringend notwendig."

Mehr S-Bahn-Takt, neue Haltestellen

Die ÖBB begründen den viergleisigen Ausbau mit dem wachsenden Bedarf an zusätzlichen S-Bahn- und Regionalverbindungen südlich von Wien. Geplant sind zwei neue Gleise, die mehr schnellere Züge ermöglichen, eine neu S-Bahn-Haltestelle in Wien (Benyastraße) und eine in Niederösterreich (Brunn am Gebirge) sowie bessere Rad- und Busanbindungen und Park & Ride-Anlagen. Die Auflassung zweier beschrankter Eisenbahnkreuzungen in Mödling soll die aktuell langen Wartezeiten beenden und die Sicherheit erhöhen. 

Für das Projekt sind insgesamt über 1,7 Milliarden Euro vorgesehen. Im ÖBB-Rahmenplan 2024 war noch von einem Baubeginn 2025 die Rede. Nun verschiebt sich die geplante Inbetriebnahme von 2035 auf das Jahr 2037. Dies sei auch eine Herausforderung für betroffene Gemeinden, so Zeidler-Beck. Denn es gelte, die geplanten Baumaßnahmen bestmöglich zu koordinieren, um Belastungen für Anrainer möglichst gering zu halten.

Gearbeitet wird seitens der ÖBB hingegen an der Modernisierung der Flughafenschnellbahn S7. Neben der Erneuerung der Oberleitungsanlage wird auch der Bahnhof Maria Ellend neu gestaltet, was im Sommer eine längere Streckensperre erforderlich macht.

Neuer Bahnhof 

Saniert wird die bestehende Oberleitung auf einer Länge von fast acht Kilometern, zusätzlich entstehen 14 Kilometer sogenannte Spitzenleitungen zwischen Regelsbrunn und Petronell-Carnuntum. Insgesamt werden 110 neue Masten errichtet. Von 4. Juli bis 7. September ist die Strecke zwischen Fischamend und Wolfsthal komplett gesperrt.

Im Bahnhof Maria Ellend wird das bestehende Gebäude abgetragen, die Bahnsteige werden neu errichtet und erhöht, um einen barrierefreien Einstieg in die Züge zu ermöglichen.

Schnelle Railjet-Verbindungen zwischen Wien-Hauptbahnhof und dem Flughafen entfallen von 10. bis 27. Juli. Ein Schienenersatzverkehr wird   eingerichtet.

Auf der Nordbahn werden die Abschnitte Gänserndorf-Angern und Gänserndorf-Marchegg bis 5. Oktober ausgebaut. Es kommt zu eingleisigem Betrieb, Zugausfällen und Schienenersatzverkehr.

Zwischen 7. September und 12. Dezember wird auch die Kamptalbahn modernisiert. Ersatzbusse werden zum Einsatz kommen.

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