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Chronik Niederösterreich
04/05/2021

NÖ: Höchststand an Corona-Patienten auf Intensivstation

123 Menschen sind in Niederösterreich so schwer an Covid-19 erkrankt, dass sie intensivmedizinisch betreut werden müssen.

In Niederösterreichs Spitälern wurden am Ostermontag 123 Corona-Patienten auf Intensivstationen betreut: Dieser Wert stellt den bisherigen Höchststand dar. „Die Situation ist denkbar ernst und sie ist beunruhigend“, sagte Bernhard Jany von der NÖ Landesgesundheitsagentur Montagabend im ORF. Mit einem weiteren Anstieg wurde gerechnet.


Jany sprach von stetigen Zuwächsen in einem kleinen einstelligen Bereich. „Tagtäglich kommen neue Menschen auf die Intensivstation.“ Die Zahl der aufgrund von Covid-19 intensivmedizinisch betreuten Personen überstieg im Bundesland auch bereits die der Patienten in sonstiger intensivmedizinischer Behandlung. Alle anderen Ursachen übergreifend wurden 120 registriert.
Übertroffen wurden mit 123 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen die Höchstwerte aus den bisherigen beiden Corona-Wellen. Diese lauteten 57 (8. April 2020) und 115 (26. November 2020).
Auf hohem Niveau befindet sich in zahlreichen Regionen auch die Sieben-Tages-Inzidenz. Die Bezirke Scheibbs (502,2) und Melk (487,3) übertrafen am Ostermontag zum bereits vierten Mal in Serie die kritische Marke von 400. Beim Bezirk Scheibbs war dies binnen elf Tagen zehnmal der Fall.


Hauchdünn an der 400er-Marke kratzte der Bezirk Amstetten mit 399,9. Über 300 rangierten laut dem Dashboard der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auch Wiener Neustadt (349,2), die Bezirke Wiener Neustadt-Land (319,3), Gmünd (311,9), Baden (306,0) und die Statutarstadt Waidhofen a. d. Ybbs (303,0). Der Bezirk Neunkirchen, wo so wie in Wiener Neustadt und dem Bezirk Wiener Neustadt-Land Ausreisekontrollen stattfinden, hält bei 268,7.

Sechs weitere Fälle der Südafrika-Mutation


Verzeichnet wurden in Niederösterreich am Osterwochenende auch sechs weitere Fälle der südafrikanischen Corona-Mutation. Drei der Betroffenen stammen nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) aus dem Bezirk Baden, zwei aus dem Bezirk Waidhofen a. d. Thaya und eine Person aus dem Bezirk Zwettl.
Die Zahl der nachweislich mit der Variante B.1.351 Infizierten stieg damit auf 55. Eine Person starb im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit, 45 Patienten sind bereits wieder genesen.


Der größte Cluster in Niederösterreich war nach Angaben aus dem Büro der Gesundheitslandesrätin am Ostermontag der um einen Elektronikkomponentenhersteller aus dem Bezirk Scheibbs. Hier wurden 29 Fälle gezählt. Jeweils 26 aktive Infektionen gab es in einem Pflegeheim im Bezirk St. Pölten sowie im Umfeld einer Produktionsfirma im Bezirk Wiener Neustadt.
Insgesamt gemeldet wurden 543 Corona-Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg um vier auf 1.574. Exakt 18.580 Kontaktpersonen befanden sich in Quarantäne, um 1.276 weniger als am Tag zuvor.
 

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