Alpinsoldaten sind in der Rettung von Lawinenopfer ausgebildet

© Bundesheer JgB 12

Chronik Niederösterreich
11/09/2020

NÖ: Bundesheer stellt die Winterbereitschaft her

In den Garnisonen Amstetten und Wiener Neustadt stehen ab sofort alpine Einsatzteams parat.

von Wolfgang Atzenhofer

Die ersten massiveren Schneemengen bescherten heuer sogar bereits das erste Skivergnügen am Hochkar. Angesichts des nahenden Winters hat auch das Bundesheer gebirgserfahrene Einheiten in Niederösterreich stationiert. In den Garnisonen Amstetten und Wiener Neustadt halten sich ab sofort speziell ausgebildete Alpinsoldaten bereit.

Diese Einsatzkräfte rücken aus, wenn die zivilen Hilfsorganisationen Unterstützung benötigen. Sie sind in der Suche von Verschütteten und in Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Lawinenunglücken ausgebildet. Durch ihre Gebirgsausbildung können diese Soldaten auch bei Einsätzen nach massiven Schneefällen in schwierigem Gelände eingesetzt werden, heißt es beim Heer. Bei der Schneekatastrophe am Hochkar im Jänner 2019 waren ja große Einheiten des Heeres bei den Hilfsmaßnahmen im eingeschneiten Hochkar-Dorf über längere Zeit maßgebliche Partner.

„Die Alpinexperten des Bundesheeres haben ihren Einsatzwillen und ihre ausgezeichnete Ausbildung schon oft unter Beweis gestellt“, erklärte Niederösterreich Militärkommandant Brigadier Martin Jawurek. Diese Teams seien jederzeit bereit, der Bevölkerung zu helfen.

Assistenzeinsatz

Die Lawineneinsatzkräfte des Bundesheeres können von zivilen Behörden im Zuge eines Assistenzeinsatzes angefordert werden. Aufgabe der Soldaten ist es, die meist zuerst vor Ort befindlichen zivilen Kräfte, wie Bergrettung und Feuerwehr, bei Bedarf zu verstärken. Außerdem stellt das Heer sicher, dass Hilfs- und Rettungseinsätze auch über längere Zeit geführt werden können. In Einsatzübungen überprüfen und verbessern die Soldaten ständig ihre „Wintertauglichkeit“.

Insgesamt stehen zwölf Teams in ganz Österreich zur Hilfe bereit, zwei davon eben in NÖ. Diese werden in allen Bundesländern aufgestellt, das Schwergewicht liegt aber im alpinen Raum. Der Großteil kommt aus Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten.

 

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