Eisenstraßen-Obmann Werner Krammer, Eisenstraßen-Geschäftsführer Stefan Hackl und Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner am Erlauf-Zwiesel in Wieselburg

© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Niederösterreich
06/24/2021

NÖ: Neues Highlight für Flussradler abseits der Donau

Zwei Radwege von der Donau bis ins Ötscherland sind neue Attraktion im Mostviertel.

von Wolfgang Atzenhofer

Das Erlauftal und die Urlaubsregion Ötscherland zapfen den Touristenstrom am Donauradweg an. Der am Mittwoch eröffnete 59 Kilometer lange „Große Erlauftalradweg“ und der 38 Kilometer lange „Kleine Erlauftalradweg“ werden den Geheimtipp-Status wohl rasch verlieren. Ein Blick ins Nachbartal zum Ybbstalradweg bezeugt den Boom, den das Flussradeln im Mostviertel bereits erlebt.

Entlang von malerischen Schluchten und Flussufern, durch interessante charmante Orte und Städte mit Geschichte ist es auf den neu durchgestylten, beschilderten und mit Radinfrastruktur ausgestatteten Strecken von der Donaustadt Pöchlarn (Bezirk Melk) aus möglich über Erlauf, Petzenkirchen und Wieselburg in die beiden Täler einzutauchen.

Interkommunales Projekt

18 Gemeinden, die im südlichen Waldviertel und Nibelungengau und an der NÖ Eisenstraße liegen, sowie der Mostviertler Tourismusverband haben das Projekt bezirksübergreifend durchgezogen, berichtet Eisenstraßen-Manager Stefan Hackl. 23 radfreundliche Betriebe entlang der Strecken sind um das Radlervolk besonders bemüht. Von der Biker-Initiative erwartet man sich eine touristische Belebung der Region.

Am idyllischen Wieselburger Zwiesel, dem Uferbereich beim Zusammenfluss der Kleinen und Großen Erlauf, wurde das neue Radprojekt präsentiert. Hier können sich auch die aus der Donauregion anstrampelnden Radler entscheiden, ob sie über die frühere Meridianradstrecke die durch Gemeinden wie Steinakirchen am Forst, Wang,  Randegg oder Gresten führen, ins Ötscherland reisen wollen oder eben entlang des Ufers der Großen Erlauf über Scheibbs und Gaming reisen um sich am Endpunkt bei einem Bad im erfrischenden Lunzer See  regenerieren.

Verbindung ins Ybbstal

Doch im beliebten Alpendorf Lunz kann die Reise dann auch gleich auf’s Neue beginnen: Am Ybbstalradweg geht es auf ebener Strecke weiter über Göstling, St.Georgen oder Hollenstein bis nach Waidhofen an der Ybbs. Und von dort weiter durch das obere Ybbstal und das Ybbsfeld über Sonntagberg, Kematen oder Amstetten bis zur Donaustadt Ybbs. „Es ist ein verbindendes Projekt für die Gemeinden. Nur alle gemeinsam können bewirken, dass der Radweg funktioniert“, sagte der neue Obmann der Leaderregion Eisenstraße Werner Krammer. Der Bürgermeister von Waidhofen an der Ybbs in seiner Stadt ebenfalls nicht nur den Rad-Highway, sondern die Strecken für das Alltagsradeln der Bürger im Visier. So wie Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner. In der Braustadt eröffnen sich durch die kürzlich in Betrieb genommene große Umfahrung innerstädtisch neue Möglichkeiten zum Ausbau des Radwegenetzes.

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