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Neues Ärztezentrum direkt neben Amstettner Landesklinikum fixiert

Bis Herbst 2028 wird am Areal des einstigen Schwesternheims ein millionenschweres modernes Gesundheitszentrum mit genügend Hausärzten errichtet.
Neues geplantes GEsundheitszentrum Amstetten

Dort, wo einst der Pflegenachwuchs des Amstettner Spitals ausgebildet wurde, entsteht nun ein neues facettenreiches Gesundheits- und Wohnzentrum in der Stadt. 

Am Areal des zehnstöckigen Schwesternturms und Wohnheims zwischen dem Landesklinikum und der Rotkreuz-Bezirksstelle hat die schwarz-rote Koalition in Amstetten die Schaffung eines neuen Primärversorgungszentrums, eines Facharztcenters und Möglichkeiten für Seniorenwohneinheiten auf den Weg gebracht. 

Politdebatten im Vorfeld

Vor den Gemeinderatswahlen Anfang 2025 wurde der leer stehende Schwesternturm kurz zum politischen Streitobjekt, weil die SPÖ dort vorrangig die Errichtung eines Seniorentageszentrums forderte. Im Hintergrund bastelte die ÖVP allerdings bereits an einem weit komplexeren medizinischen Zentrum auf dem wertvollen Grundstück und ärgerte sich über voreilige SPÖ-Forderungen.

Gesundheitszentrum Amstetten

Wolfgang Gruber (Geschäftsführer Gruber ADV GmbH – PVZ Management), Stadtamtsdirektorin-Stv. Kerstin Kronsteiner, Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser, Bürgermeister Christian Haberhauer, Hannes Brenn (Geschäftsführer SPK OÖ Immobilien GmbH), Architekt Christoph Haas, Florian Gruber (Gruber ADV GmbH – PVZ Management)

Mittlerweile ziehen Schwarz und Rot an einem Strang. Nach einem Ausschreibungsverfahren machte nun die SPK OÖ Immobilien GmbH., eine Tochter der Sparkasse OÖ, mit ihrem Konzept das Rennen um das rund 18 Millionen Euro schwere Projekt.

Das Gesundheitszentrum soll künftig eine wohnortnahe, kassenärztliche Versorgung für die Amstettner sichern und zudem für die Entlastung der Ambulanzen des Landesklinikums sorgen, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP). „Zusätzlich zu Hausärzten ist es das Ziel, Fachärzte und therapeutische Angebote anzusiedeln. Geplant sind zudem eine Tagesbetreuung sowie ein betreutes, betreubares sowie generationsübergreifendes Wohnen“, berichtet der Stadtchef.

Altes Schwesternheim wird abgerissen.

Das alte Schwesternheim wird abgerissen.

Medizin und Soziales werden verknüpft

Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser (SPÖ) freut sich über die Synergien, die mit dem Projekt gehoben werden können. Medizinische und soziale Angebote können an einem Ort verknüpft werden, zudem soll mit dem neuen Zentrum eine dauerhafte und verlässliche Hausarztversorgung am Wochenende angeboten werden können.

Beim Aufbau ihres Konzepts setzten die Stadtverantwortlichen und die SPK OÖ Immobilien GmbH. auf die Expertise von PVZ-Manager Wolfgang Gruber, der auch das jüngste Amstettner Primärversorgungszentrum im Ortsteil Mauer, aber auch andere Zentren in OÖ erfolgreich betreut. „Das Primärversorgungszentrum in Mauer ist ein Erfolgsmodell. Diesen Weg gehen wir nun weiter in enger Zusammenarbeit mit unseren Hausärzten und dem Landesklinikum“, so Bürgermeister Haberhauer. 

Infoveranstaltung für Ärzte

Drei bis fünf Hausärzte sollen in dem Zentrum, das bis Herbst 2028 bezugsfertig sein soll, kooperieren. Gespräche und eine Infoveranstaltung mit den Amstettner Ärzten sowie dem Landesklinikum werden nun für die nächsten Wochen vorbereitet.

Die offizielle PVZ-Installierung ist mit den übergeordneten Stellen, wie dem Land Niederösterreich, noch nicht endgültig fixiert. Wie der KURIER erfuhr, soll der dafür zuständige Landesrat Martin Antauer (FPÖ) demnächst zu Gesprächen nach Amstetten kommen.

Schwesternturm wird verschwinden

Der markante Schwesternturm und der pompöse Wohnheimbau, die aus den 1970er-Jahren stammen, werden jedenfalls verschwinden. Die Bausubstanz ist für die neuen Nutzungspläne nicht mehr verwendbar, das Hochhaus muss abgetragen werden. 

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