Neuer Bildband über das „Arbeitstier“ Ybbs

Neuer Bildband "Die Ybbs von oben"
Bayreuther Uni-Professor analysierte „Die Ybbs von oben“ mit Luftbildern.

Ein Universitätsprofessor aus dem deutschen Bayreuth flog ein, um dem Mostviertel mit einem neuen prächtigen Buch eine einzigartige Dokumentation und Bewertung zu liefern. Franz X. Bogner hat mit dem Bildband „Die Ybbs von oben“ den 138 Kilometer langen Hauptfluss des Mostviertels mit vollflächigen Luftbildaufnahmen verewigt und beschrieben.

Neuer Bildband über das „Arbeitstier“ Ybbs

Der neue Bildband "Die Ybbs von oben"

Mit seinem Buch gibt Bogner einzigartige Blicke auf eine Natur- und Kulturlandschaft preis, wie man sie bislang nicht kennt. In mehreren Überflügen fing der Wissenschafter und Autor die Flusslandschaft von ihrem Ursprung in den Ybbstaler Alpen bis in die Breite des Donau- und Ybbsfelds mit der Mündung bei der Stadt Ybbs ein. Aus der Vogelperspektive liefert er prächtige Bilder von der Landschaft, den Städten und Siedlungen, Gehöften, Schlösser und Stiften, die sich in der Nähe der Ybbs finden.

Der Uni-Lehrstuhlinhaber erforscht im Bereich „Science Communication“ Themen der Biodiversität und hat Dutzende Luftbildbände hauptsächlich in Deutschland, aber auch in Griechenland, England und den USA publiziert. Mit der Ybbs habe er den ersten österreichischen Fluss vor die Linse geholt und beschrieben, berichtet er dem KURIER.

Einzigartig

„Die Ybbs hat als besonderes Schmankerl, als unschuldiger Bergfluss hoch oben zu beginnen und sich aber auch im uralten Siedlungsland des Mostviertels im Mittel- und Unterlauf Natur bewahrt beziehungsweise zurückgeholt zu haben“, sagt Bogner. Im Bezug auf die kleinen und größeren Kraftwerke, vor allem in der Eisenwurzen, nennt er die Ybbs ein „Arbeitstier“.

Dennoch habe sie ihren Charme erhalten oder zurückgefordert. „Echte Naturflüsse kann Mitteleuropa nicht mehr bieten, auch die Ybbs hat tausend Jahre Nutzung und Siedlungsanrainer hinter sich“, so Bogner. Als Biologe ergreift er Partei und findet über die Luftperspektive Argumente für den Schutz des Flusses und der Natur. Dazu müsse es auch eine „bottom-up“-Bewegung geben; Naturschutz brauche gewachsene, demokratische Mehrheiten, so der Uni-Professor.

Vorstellung

Der Autor wird den Prachtband (142 Seiten, Verlag Winkler-Hermaden, 28 Euro) am 12. März in der Stadtbibliothek Waidhofen/Ybbs vorstellen.

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