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Chronik Niederösterreich
01/03/2022

Neue Strategie, neues Büro: NÖ.Regional will durchstarten

Positionierung als Drehscheibe für Bürgermeister und Vermittler bei EU-Fragen.

von Martin Gebhart

Mit insgesamt 74 Mitarbeitern ist die NÖ.Regional GmbH im Land nicht gerade eine kleine Einrichtung, wenn darunter einige auch nur Teilzeitkräfte sind. Ihr ist als eine Art Verbindungseinrichtung zwischen Land und Gemeinden eine wichtige Rolle zugedacht worden, auch wenn zuletzt etwas Sand ins Getriebe gekommen war. Mit einem nicht schmeichelhaften Rechnungshofbericht als negativem Höhepunkt.

Doch jetzt will man neu durchstarten und noch mehr zur Drehscheibe und Vernetzungsplattform für alle Fragen aus den Gemeinden werden. Ob es um Mobilität, um regionale Fragen, um die Stadt- und Dorferneuerung, um Landesaktionen wie „100 Jahre NÖ“ und die Strategie 2030 oder – seit dem Vorjahr neu – um Fragen der EU geht. Dazu wurde eine eigene EU-Fachkoordinatorin eingesetzt. Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP), in dessen Verantwortung die NÖ.Regional grundsätzlich fällt: „Die Bürgermeister können sich mit jedem Thema an die NÖ.Regional wenden.“ Deren Mitarbeiter vernetzen dann mit den zuständigen Organisationen oder Fachabteilungen.

Schwierige Geburt

Dass die NÖ.Regional, an deren Spitze die Geschäftsführer Walter Kirchler und Christine Schneider stehen, jetzt einen Turbo braucht, liegt ein wenig in der Geschichte dieser Einrichtung begründet. Nach der Landtagswahl 2013 hatte der damalige ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll seine Landesrätin Petra Bohuslav damit beauftragt, auf regionaler Ebene verschiedene Vereine und Organisationen zusammenzuführen. Dazu zählten unter anderen die Dorf- und Stadterneuerung sowie das Regionalmanagement NÖ.

Das Ziel waren klarere Strukturen und natürlich auch Einsparungen. Nach zahlreichen Gesprächen und Versammlungen gelang es dann auch, die NÖ.Regional aus der Taufe zu heben. Ab 2015 machten sich auch die Kosteneinsparungen und Synergieeffekte bemerkbar. Das Selbstverständnis, die tragende Rolle in den Regionen ging teilweise aber verloren. 2018 übergab Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner diesen Bereich an Landesrat Martin Eichtinger, der schließlich eine Art Erneuerungsprozess eingeleitet hat. Selbst bezeichnet man sich jetzt als eine der vier Vorfeldorganisationen der Landesregierung, gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur ecoplus, der Energie- und Umweltberatung eNu sowie der NÖ Kulturregion. Das Ziel, das ausgegeben worden ist: Die Servicierung der Gemeinden.

Neues Büro

Was zusätzlich auf neue Füße gestellt wurde: die interne Kommunikation. Die Führung, die nun direkt beim Landhaus ein neues Büro erhalten hat, muss etwa von den fünf Hauptregionen in sogenannten Management-Sitzungen ständig informiert werden. Bei der externen Kommunikation setzt man auf soziale Netzwerke und eigene Newsletter.

Die Kritik aus dem Rechnungshofbericht, der die Jahre 2014 bis 2017 untersucht hatte, wurden aufgenommen. Bis auf zwei offene Punkte sind alle Empfehlungen umgesetzt worden. Mit der noch fehlenden transparenten Prozessdarstellung und der daraus resultierenden Risikoanalyse will man ab Mitte 2022 so weit sein.

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