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Chronik Niederösterreich
07/30/2019

Mord von Greinsfurth steht vor Klärung

Tatverdächtiger wurde diese Woche festgenommen. Staatsanwalt und Polizei geben Details am Mittwoch bekannt.

von Patrick Wammerl

Eine überraschende Wende gibt es im Mordfall der getöteten 52-jährigen Frau in Greinsfurth bei Amstetten. Mordermittler des nö. Landeskriminalamtes stehen demnach vor der Klärung der Bluttat. Ein Tatverdächtiger soll diese Woche bereits festgenommen worden sein, bestätigt der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, Leopold Bien. Details zu der möglichen Klärung will die Staatsanwaltschaft zusammen mit dem Landeskriminalamt bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Laufe des Tages bekannt geben, so Bien.

Der Mord an der 52-jährigen Brigitte G. war die einzige ungeklärte Bluttat von bisher zehn Morden im heurigen Jahr in Niederösterreich. Die Ermittler haben wochenlang nichts unversucht gelassen, um den Mörder der zweifachen Mutter zu finden. Diese Akribie und der Einsatz waren diese Woche von Erfolg gekrönt.

Die Filialleiterin eines Supermarktes war am Abend des 28. Mai auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Greinsfurth erwürgt worden. Ihr weißer Opel Corsa stand nicht weit entfernt am Parkplatz. In diesem Bereich muss Brigitte G. ihrem späteren Mörder in die Arme gelaufen sein. „Obwohl der Parkplatz auch am Abend noch gut besucht war, haben wir bis jetzt keine Hinweise bekommen. Wir gehen davon aus, dass es zu einem Kampf gekommen ist“, erklärte damals ein Ermittler. Die 52-Jährige wurde vermutlich mit bloßen Händen erwürgt.

Nachdem Brigitte G. am Abend nicht nach Hause kam und ihr Handy ausgeschalten war, begannen ihr Mann und eine der Töchter nach der Frau zu suchen. Am Parkplatz wurden sie schließlich gegen 23 Uhr fündig. Die Leiche lag in einem Gebüsch unweit des Geschäftes in dem sie gearbeitet hat.

Gegen 3 Uhr Früh fand die Polizei den Opel Corsa des Opfers bei der Forsthaide im Bereich der Bahnstraße. Die persönlichen Gegenstände des Opfers waren seither verschwunden. In der Causa haben Polizei und Justiz sogar einen DNA-Massentest überlegt.