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Chronik Niederösterreich
11/29/2021

Massive Aufrüstung für Kampf gegen Waldbrände

Einsatzorganisationen trafen sich im Landhaus in St. Pölten zur Nachbesprechung des Einsatzes in Hirschwang.

von Martin Gebhart

An die 9.000 Helfer waren 13 Tage hindurch im Raxgebiet bei Hirschwang im Einsatz gewesen, um einen der größten Waldbrände in Österreich zu bekämpfen. Davon stellten allein die Feuerwehren über 7.000 Kräfte. Unterstützt wurden sie vom Heer, von der Polizei und von Bergrettern. Hilfe gab es auch aus dem Ausland.

Da so ein großer Einsatz nicht völlig reibungslos ablaufen kann, gab es vor einigen Tagen im Landhaus in St. Pölten eine Nachbesprechung unter der Führung von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Vertreten waren alle Organisationen, die in Hirschwang gegen das Feuer gekämpft hatten. Bis hin zur Neunkirchner Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz, die ja als Behörde für den Einsatz verantwortlich gewesen ist.

Die Nachbesprechung sei in einem „Super Klima“ abgelaufen, sagte Stephan Pernkopf danach. Und: „Alle sind auch danach top motiviert.“ Dass es während des Einsatzes auch Unstimmigkeiten gab, weil etwa eine Bundesheereinheit unverrichteter Dinge wieder abziehen musste, sei insgesamt kein Problem gewesen. Pernkopf: „Natürlich gab es kleinere Befindlichkeiten. Aber die wurden alle ausgeredet.“

Jedenfalls war auch danach klar, dass an den Strukturen für so einen Katastropheneinsatz nichts geändert wird. Sprich: Bei so einem Waldbrand wird auch in Zukunft der jeweilige Bezirkskommandant der Freiwilligen Feuerwehren in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrkommando Regie führen. Natürlich in Absprache mit der jeweiligen Bezirksbehörde. Pernkopf: „Es gibt da ganz klare Einsatzstrukturen.“

Lob für Huber

Im Fall von Hirschwang war dies Neunkirchens Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber gewesen, der an der Spitze des intensiven Einsatzes stand. Seine Führung während des riesigen Waldbrandes wurde von allen Teilnehmern der Besprechung im Landhaus gewürdigt. Pernkopf: „Sepp Huber wurde von allen mit Lorbeeren bedacht.“

Ein weiteres Ergebnis war, dass massiv aufgerüstet wird, um in Zukunft solche Brände noch rascher unter Kontrolle zu bringen. So soll für die Feuerwehren eine spezielle Waldbrand-Bekleidung angeschafft werden. Weiters wird in die entsprechende Gerätschaft investiert. Und von den künftigen Leonardo-Hubschraubern des Heeres erwartet man sich einiges, um so ein Feuer aus der Luft bekämpfen zu können. Zusätzlich sollen Satelliten genutzt werden, um Brände dieser Art frühzeitig aufspüren zu können. „Dazu ist ein Maßnahmenpaket bereits in Ausarbeitung“, sagte Pernkopf.

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