© Karl Schuppler

Chronik Niederösterreich
05/07/2021

Nussknacker zu Tschaikowski-Geburtstag

Loosdorfer schuf Figur aus alter Heizung und verkauft sie jetzt auf willhaben.

von Marlene Penz

Am heutigen 7. Mai wäre der Komponist Tschaikowski 181 Jahre alt geworden, das wohl berühmteste was von ihm blieb ist das Ballett „Der Nussknacker“. Wäre er noch unter den Lebenden, hätte er vielleicht mit dem Nussknacker in Lebensgröße von Karl Schuppler eine Freude.

 

Der Bastler aus Loosdorf im Bezirk Mistelbach hat die Figur im Herbst und Winter aus Ausdehnungsgefäßen von Heizungen, Rohren und sonstigem Altmaterial gefertigt oder besser gesagt „geschweißt“. Deshalb wiegt der Nussknacker auch 45 Kilo. „Ich wollte ihn beim Adventmarkt in Loosdorf ausstellen“, erzählt Schuppler. „Ich habe ihn so gebaut, dass man ihn zum Transport auseinanderbauen kann und ihn auf einer massiven Platte montiert, damit er nicht umfallen kann“. In den Nussknacker, der einen Kopf kleiner als er selbst ist, hat er viel Zeit investiert. Doch der Adventmarkt konnte coronabedingt nicht stattfinden.

Nun bietet Schuppler seinen Nussknacker auf der Plattform willhaben.at zum Verkauf an. Wie bei einem kleinen Nussknacker für Walnüsse und Co. geht der Mund der Statue auf und zu. „Freilich kann man damit Nüsse knacken“, betont er. Kokosnüsse? – „Die sind dann doch zu groß und ich glaube, das würde er nicht schaffen.“ Also doch die Walnüsse.

In guter Gesellschaft

Jetzt wartet der Nussknacker im Garten des Weinviertlers auf ein neues Zuhause. Ebenso wie zahlreiche andere Figuren – etwa Roboter und Vögel. „Für Halloween habe ich auch Kürbisse gefertigt“, erzählt er. Die kreative Arbeit mit dem Schweißgerät ist schon länger eines seiner Hobbys. Er hat Stücke für Geburtstage gemacht und verschenkt.

Nun wollte er beim Adventmarkt erstmals welche verkaufen – im Vorjahr hat er einiges kreiert. „Ich war wegen der Kurzarbeit zu Hause, da habe ich den Schweißer gebraucht für den Gartenzaun – und dann gleich angelassen“, erzählt der Techniker schmunzelnd, „und wenn man einmal dabei ist, kann man schwer aufhören.“ Nächstes Jahr geht Schuppler in Pension, dann werden wohl noch so einige Kunstwerke seine Werkstatt verlassen.

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