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100.000 sahen bisher die NÖ-Landesschau, die gegen Tabus antritt

Ausstellungsthema psychische Gesundheit stößt auf Interesse. Umfeldprojekte zur Landesschau verzeichnen 200.000 Besucher. Bäcker präsentierte Riesenbirnenstrudel.
100.000. Besucherin:  Marie und Renate Pöchhacker mit LH Mikl-Leitner

Mit einem kleinen Festakt wurde Mittwochabend in Mauer an der Moststraße die Marke von 100.000 Besuchern bei der diesjährigen niederösterreichischen Landesausstellung gefeiert. Die 13-jährige Gymnasiastin Marie Pöchhacker und ihre Mutter Renate aus Neuhofen an der Ybbs wurden von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner als Jubiläumsbesucher geehrt und mit kleinen Geschenken überrascht.

Die seit 27. März laufende Schau „Wenn die Welt Kopf steht - Mensch.Psyche.Gesundheit.“ ist noch bis 8. November geöffnet und laufe sehr gut, zeigten sich Mikl-Leitner und Landesausstellungschef Erwin Klissenbauer zufrieden. Man verzeichne 60 Prozent Individual- und 40 Prozent Gruppengäste, davon seien 12 Prozent Schüler, lieferte Klissenbauer eine erste Zwischenbilanz. 

Hoher Schüleranteil

Die Freude sei groß, dass von den Schulen und Lehrern das Angebot trotz schwieriger Thematik gut angenommen werde, sagte der Kulturmanager. Ebenfalls sehr positiv sei, dass 60 Prozent der Besucher das Angebot der Ausstellungsvermittler und der angebotenen Workshops annehmen würden. Klissenbauer: „Die Leute wollen nicht nur selbst durch die Ausstellung gehen, sondern auch eine gute fachliche Information bekommen“.

Das Thema psychische Gesundheit bewege die Menschen, genau das wollte man mit dieser Landesausstellung erreichen, sagte Mikl-Leitner. „Hinschauen, darüber reden und dazu beitragen, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone und in die Mitte der Gesellschaft zu holen“, sei das Ziel. Dabei gehe es ganz bewusst auch um das Signal, dass psychische Erkrankungen kein Randthema sind, sondern in die Mitte der Gesellschaft gehören.

Voll gelungen sieht Mikl-Leitner auch das Wagnis, erstmalig eine Landesausstellung bei laufendem Betrieb eines Landesklinikums zu veranstalten. Ein wichtiger Schwerpunkt liege dabei in Mauer auch auf der Erinnerung an die Opfer der NS-Medizinverbrechen und der Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel der Geschichte.

Schau setzt regionale Impulse

Die Landesschau setze auch wichtige Impulse für die gesamte Region der Moststraße mit den 31 Mitgliedsgemeinden, sind die Landesverantwortlichen überzeugt. Tourismus, Kultur und regionale Wertschöpfung würden nachhaltig gestärkt, so die Landeshauptfrau. Die sieben Umfeldprojekte der Landesausstellung verzeichneten bisher insgesamt mehr als 200.000 Gäste. Wobei der Tierpark Haag und die neue Indoorspielanlage mit 188.000 Besuchern auf Rekordkurs sind.

Florian Riesenhuber präsentiert Riesenstrudel

Bäckermeister Florian Riesenhuber präsentierte Riesenstrudel.

Rekordverdächtige Action wurde auch gleich im Rahmen des Festakts geboten: Der im Betriebsgebiet Mauer/Weißes Kreuz produzierende Bäcker Florian Riesenhuber hat als Botschaft aus dem Mostviertel den Birnbaumkulturen „den längsten Birnenstrudel Österreichs“ gebacken und präsentiert. Er und die Landeshauptfrau schnitten das prächtige und köstliche Rekordgebäck, das dann unter den Gästen verteilt wurde, an.
 

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