Chronik | Niederösterreich
03.01.2018

Kritik an Zuständen in geräumtem Containerdorf

Schmutz und kaputte Einrichtung in ehemaliger Flüchtlingsunterkunft.

Grobe Missstände orten Gemeindemandatare der FPÖ in einem geräumten Containerdorf auf dem Gelände der Landesklinik Mauer bei Amstetten. Die Flüchtlingsunterkunft wurde mit 30. November des Vorjahres aufgelassen. In und um die leer stehenden Wohncontainer sehen die Freiheitlichen "ein Bild der Verwüstung". Zerstörtes Inventar, verschmutzte Zimmer, verschüttete Medikamente, aber auch herumliegende Lehrbehelfe und Dokumente erzürnen Stadtrat Bruno Weber, FPÖ.

Die 2015 neu errichtete provisorische Unterkunft mit Platz für 90 Asylwerber ist so wie ein nahes Containerdorf in Waldheim nicht mehr gebraucht worden. Vor allem, dass jetzt neuwertige Matratzen und Möbel in Müllcontainern entsorgt wurden oder im Freien stehen, störte Weber. Dass manche Container nicht versperrt seien und drinnen auch Medikamente herumliegen sah Weber als mögliche Gefahr für Kinder naher Schulen. "Wir werden das anzeigen", kündigte er an.

Kontrolle

Anton Ebner, der zuständige Ortsvorsteher, wurde von den Vorwürfen überrascht. Die Container befänden sich aber auf Privatgrund, wo der Zutritt ohnehin nicht gestattet wäre, meinte er. Punkto Verantwortung für den Betrieb und die Räumung verwies er auf die vom Land NÖ engagierte Firma SLC Europe.

Der verantwortliche SLC-Manager Christian Kogler kündigte gegenüber dem KURIER an, möglichen Missständen sofort nachzugehen. "Bei den Räumungen der Containerdörfer fällt enorm viel Müll an. Die Leute bekamen viele Dinge gespendet, die sie nicht mitnehmen können. Die Räumung ging kurz vor Weihnachten über die Bühne. Wir haben drei Monate Zeit die Container besenrein zu übergeben", erklärte Kogler.