Der Zustand der Österreichhallen ist nicht "ideal". Was passiert mit den Kremser Veranstaltungshallen?

© Michael Chudik

Chronik Niederösterreich Krems
12/14/2020

Zukunft der Kremser Österreichhallen ist ungewiss

Kremser sammelt via Petition Unterschriften, damit die Hallen um- oder neu gebaut werden.

von Michael Chudik

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Die Österreichhallen in Krems waren am Wochenende Schauplatz der Corona-Massentests. Was mit den Veranstaltungshallen in Zukunft passiert, ist noch ungewiss. Noch vor Jahren waren die Hallen Austragungsort zahlreicher Schulbälle oder Clubbings. Spätestens seit dem Aus der Clubbings im Jahr 2015 steht fest: Die Österreichhallen sind in die Jahre gekommen, es braucht eine Lösung.

Geht es nach Patrick Mitmasser von der Jungen Volkspartei der Stadt Krems, sollen die Österreichhallen entweder saniert oder neu gebaut werden. "Unser erklärtes Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder zu einem guten Zustand zu kommen. Ein guter Zustand bedeutet, eine Veranstaltungshalle, wo Bälle, Clubbings und andere kulturelle Veranstaltungen abgehalten werden können", erklärt der Kremser Jungpolitiker.

Dass die Österreichhallen nicht in einem "idealen" Zustand sind, bestätigt auch Baustadtrat Günter Herz (SPÖ) gegenüber dem KURIER. Die Zukunft der Österreichhallen kann allerdings erst geklärt werden, wenn gewiss ist, ob die geplante Anbindung der Utzstraße an die B3 umsetzbar ist. "Dass es diese Idee gibt, ist glaube ich nichts Neues. Aber das ist natürlich auch eine finanzielle Geschichte. Aufgrund der Wachaubahn, die dort vorbeiführt, muss man eine Unter- oder Überführung bauen", erklärt Herz.

Petition: 1.000 Unterschriften sind das Ziel

Aktuell hat die Stadt Krems andere Großprojekte im Auge. "Das letzte Jahr haben uns hauptsächlich das Bad und auch die Sanierung der Sporthalle beschäftigt", sagt Herz. Für Ersteres gibt es auch grünes Licht: "Die Entscheidung, das Bad zu bauen, ist im Gemeinderat gefallen", bestätigt Herz. Die Sanierung bzw. der Neubau der Österreichhallen scheint damit nicht an erster Stelle der Agenda zu stehen. Das weiß auch Patrick Mitmasser und hat deshalb eine Petition gestartet, um sein Vorhaben voranzutreiben. Die Petition mit dem Namen "Die Zukunft der Veranstaltungshallen im Herzen von Krems" ist seit 7. Dezember im Portal "openPetition" online. Mit Stand 13.12. 14 Uhr haben 95 Unterstützer die Petition unterschrieben.

Das erklärte Sammelziel sind 1.000 Unterschriften. "Wenn die 1.000 Unterschriften erreicht sind, übergebe ich das dem Bürgermeister bzw. der Stadtregierung. Wenn die 1.000 nicht zustande kommen, übergebe ich es trotzdem", sagt Mitmasser. Es gibt also nicht wirklich eine Bindung an diese Zahl. Sie stehe vielmehr für jene Anzahl an Menschen, mit der ursprünglich für Veranstaltungen in den Österreichhallen geplant wurde.

Mitmasser fordert "konkreten Weg"

In einem Dialog mit der Stadtregierung möchte Mitmasser einen "konkreten Weg" fordern, den es seiner Ansicht nach aktuell nicht gibt. "Ein konkreter Weg wäre zum Beispiel: Im Jahr 2021 die Beauftragung einer Möglichkeitsstudie, 2025 Start des Baus, 2026 Inbetriebnahme". So konkrete Schritte kann die Stadtregierung zum jetzigen Zeitpunkt nicht versprechen. Dennoch arbeite man an einem Kulturentwicklungsplan, der die nächsen 10, 20 Jahre abbilden soll. "Das heißt jetzt aber nicht, dass wir erst in 20 Jahren etwas bauen", stellt Herz klar. Der Plan soll im Jahr 2021 stehen und auch die Österreichhallen nicht außer Acht lassen.

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