© Wachaumarathon/Benjamin Butschell

Chronik Niederösterreich Krems
06/30/2021

Wachau-Marathon abgesagt: "Aufbruchsstimmung ist Ernüchterung gewichen"

Die steigenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen und die unsichere Lage hätten laut Organisatoren zu dem Schritt geführt.

von Teresa Sturm

Der KURIER berichtet verstärkt aus Krems und der Region Wachau. Wenn Sie über alle wichtigen Themen in der Region informiert bleiben wollen, dann können Sie sich hier oder am Ende des Artikels für den wöchentlichen Newsletter "Nur in Krems" anmelden.

Nach einer langen Zeit der Unsicherheit klang Michael Buchleitner, Organisator des Wachau-Marathons, vor wenigen Wochen im Interview mit dem KURIER eigentlich noch sehr optimistisch. Die raschen umfassenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen ließen bei ihm und seinem Team die Hoffnung wachsen, dass das Event in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Nun musste man doch  die Absage verkünden.

„Wir waren wirklich sehr euphorisch“, sagt Buchleitner nun. Zwischenzeitlich sei diese "Aufbruchsstimmung einer Ernüchterung" gewichen. Man sei auch der Meinung gewesen, dass die Stimmung, die ihm vermittelt wurde, anhalten könnte. Viele hätten ihm versichert, sich auf die Veranstaltung zu freuen. Doch für den Lauf, der im September stattfinden hätte sollen, haben sich erst knapp 500 Personen angemeldet. Interessierte würden zuwarten, wie sich die Lage entwickelt. „Eine kostendeckende Teilnehmerzahl ist unter diesen Umständen nicht zu erwarten“, sagt Buchleitner.

Virus-Variante

Zwischenzeitlich sei im Team die  Aufbruchsstimmung einer Ernüchterung gewichen. „Scheinbar ist die Zeit doch noch nicht reif für ein Sportevent wie den Wachau-Marathon“, informierten die Veranstalter daher nun. „Die neuen Corona-Mutationen, divergierende Experten-Aussagen und erneut steigende Zahlen im Ausland verunsichern große Teile der Bevölkerung und verhindern die Rückkehr zur Normalität“, sagt Buchleitner.

Aus wirtschaftlichen Gründen und auch, um die Versprechen an Partner und Sponsoren nicht brechen zu müssen, habe man sich für eine Absage  entschieden.  „Wir haben viele Gespräche geführt und sind schnell draufgekommen, dass wir nicht die Einzigen sind, die mit diesen Problemen zu kämpfen haben.“

Heikle Situation

Für eine Durchführung des Laufs hätte das Team nun viel Geld auslegen müssen – für Hotelzimmer, Züge und Merchandising. „Da muss jeder selber entscheiden, gehe ich das Risiko ein oder nicht“, sagt der Sportbegeisterte. In dem Fall sei ihm die Situation zu heikel gewesen, auch in Bezug auf die Gesundheit der Teilnehmenden. Mittlerweile habe man schon wieder das kommende Jahr im Blick. „Lieber heuer nicht und dafür 2022 richtig g’scheit“, sagt der Organisator motiviert. „Ich will die Tradition des Wachau-Marathons weiter hochhalten.“ Als Läufer breche es ihm aber das Herz, auch heuer wieder nicht "diese einzigartige Stimmung" genießen zu können.

Die bereits registrierten Läuferinnen und Läufer bekommen das Startgeld rückerstattet. Am 25. September 2022 soll es wieder an die Startlinie gehen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.