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Chronik Niederösterreich Krems
06/29/2021

Volkspartei Krems kritisiert Standort für neues Jugendzentrum

Im ehemaligen Kindergarten Mitterau 2 soll ein neues Jugendkulturzentrum entstehen. Die ÖVP kritisiert das Vorhaben.

von Teresa Sturm

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Noch ist gar keine Entscheidung getroffen, aber die Pläne für das neue Jugendkulturzentrum im Kremser Stadtteil Mitterau sorgen bereits für eine politische Debatte.

Am morgigen Mittwoch soll das Konzept in der Gemeinderatssitzung beschlossen werden. Zu dem Thema lädt die Stadt Krems Anrainerinnen und Anrainer zu einem Infotag am 6. Juli in die St.-Paul-Gasse. Derzeit ist geplant, dass das Zentrum im ehemaligen Kindergarten Mitterau 2 ensteht.

Bürgerbeteiligung

Doch nun kommt Kritik von VP-Gemeinderat Patrick Mitmasser: „Das ist die Interpretation der Bürgermeisterpartei von Bürgerbeteiligung. Sich zuerst einen Freifahrtschein zu holen und erst dann die Bürgerinnen und Bürger zu informieren."

Mitmasser habe laut eigenen Angaben das Gespräch mit der Mitterauer Bevölkerung gesucht. Diese würde die Vorgangsweise als Verhöhnung empfinden, sagt der Gemeinderat. "Sie wollen dieses Zentrum nicht am geplanten Standort.“

Vize-Bürgermeisterin Eva Hollerer (SPÖ) weist die Kritik auf Nachfrage des KURIER zurück: „Der Vorwurf, eine Bürgerinformation fände erst nach einem fixfertigen Beschluss statt, ist so nicht richtig.“ In der Sitzung würde man vertragliche Grundlagen und das Konzept beschließen.

Das bedeute aber nicht, dass die Hausordnung des Zentrums schon beschlossen wird. Es sei theoretisch möglich, dass der Beschluss in der Gemeinderatssitzung gar nicht durchgehe. Ohne diesen könne man Anrainerinnen und Anrainer gar nicht seriös informieren, so Hollerer. Es gäbe noch Zeit für Anrainer, ihre Wünsche einzubringen.

Abänderungsantrag

Die VP Krems werde in der Sitzung einen Abänderungsantrag einbringen, sagt Mitmasser. Er findet die Idee für das neue Jugendkulturzentrum gut, aber setzt sich gegen die Örtlichkeit ein. Laut dem Gemeinderat würden auch viele ältere Personen in der Mitterau befürchten, dass es durch das neue Zentrum zu Lärmbelästigung kommen wird.

Hollerer weist darauf hin, dass es derzeit bereits ein Jugend- und Sozialzentrum im Pulverturm gibt. Dort seien immer Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter vor Ort. Das sei auch im neuen Zentrum so geplant. „Ich kann die Aufregung überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt Hollerer. „Jugendliche, die laut sein wollen und sich betrinken, ziehen sich doch woanders hin zurück und wollen doch nicht in Begleitung von Sozialarbeitern sein.“

Laut Informationen der Stadt Krems ist geplant das bisherige Jugendzentrum Pulverturm zu ersetzen, das sich nach über 20 Jahren immer mehr aus dem Fokus der Jugendlichen wegbewegt hat. Es soll nicht nur kulturellkünstlerische Ansprüche erfüllen, sondern auch partizipative Freizeitangebote und sozialarbeiterische Aspekte beinhalten. Am 6. Juli findet die Informationsveranstaltung zwischen 16-19 Uhr in der St. Paul-Gasse 10 statt.

Am morgigen Mittwoch wird das Projekt dem Gemeinderat vorgelegt.

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