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Chronik Niederösterreich Krems
04/19/2021

Spaziergang-Dates und Tinder-Flirts: So hat Corona Dating verändert

Singles sehnen sich nach Zweisamkeit, Apps sind kein Ersatz für echte Dates. Das zeigte eine Studie der FH IMC Krems.

von Sophie Seeböck

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Der „Lockdown“, die „Ansteckungsgefahr“ und „zwei Risikopatienten zu Hause“ – die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partnersuche waren schon einmal besser, beklagt eine 18-jährige Studienteilnehmerin. Kleiner Trost: Der Single ist damit nicht allein. Wissenschaftlich auf den Grund gegangen wurde dem Problem an der Fachhochschule Krems, wo Studierende zu „Dating in Zeiten von Covid-19“ forschten.

Das Dilemma mit der Sehnsucht

Mehr als die Hälfte der knapp 500 Teilnehmer der Online-Studie meinten, seit Ausbruch der Pandemie ein verstärktes Bedürfnis nach einer Partnerschaft zu haben, gleichzeitig fühlen sich84 Prozent in ihrem Dating-Verhalten eingeschränkt. Ein echtes Dilemma.

Doch nur 29 Prozent der Befragten (zwischen 18 und 35 Jahre alt) gaben ihrem Wunsch nach Nähe und ihrer Einsamkeit nach und dateten mehr als in der Zeit vor Corona. 36 Prozent war die Partnersuche aufgrund von eingeschränkten Möglichkeiten zu mühsam und sie ließen sich auf weniger Dates ein.

Online-Balz mit Tücken

Wie so vieles im vergangenen Jahr verlagerte sich auch die Partnersuche aus der realen Welt – von privaten Partys, Diskotheken und Cafés – in den digitalen Raum. Dating-Apps wie Tinder, Lovoo und Co. boomen, die Ergebnisse sind aber anscheinend nicht gerade befriedigend. Bei mehr als der Hälfte der Befragten rief die Online-Balz nur gemischte Gefühle hervor.

Ein Ergebnis, das auch Lehrveranstaltungsleiterin Cordula Cerha überrascht. Sie begleitete die Studie der 25 Studierenden. „Viele gaben an, dass die Verabredungen oft nicht auf längerfristige Partnerschaften aus waren, was zu Ernüchterung führt“, so die Professorin.

Spaziergang-Dates auf dem Vormarsch

Doch die Pandemie brachte auch positive Veränderungen der digitalen Dating-Szene mit sich, wie einige Studienteilnehmer angaben. Eine weibliche Teilnehmerin lobte: „Alles geht ein bisschen langsamer, ich habe das Gefühl, es wünscht sich jeder ein bisschen mehr eine Beziehung und nicht nur körperliche Nähe.“

Und auch neue Verabredungsformen wie ein gemeinsamer Spaziergang wurden teilweise sehr positiv wahrgenommen, auch wenn 68 Prozent auf persönliche Verabredungen verzichten.

Hygiene als Datingbegleiter

Das Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus ist laut Studie bei den Treffen auch allgegenwärtig. So finden Treffen selektiver und oft auch im Freien statt, ein Viertel trägt dabei Maske. Wie lange die coronakonforme Partnersuche noch bleibt, steht in den Sternen.

Drei Viertel der Teilnehmer denken aber nicht, dass diese von Dauer sein wird. Und sehnen auch in der Dating-Welt endlich wieder Normalität herbei.

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