Performancekünstlerin tanzt in Krems gegen Gewalt an Frauen

Performancekünstlerin tanzt in Krems gegen Gewalt an Frauen
Aiko Kazuko Kurosaki will mit ihrer Kunst die Problemstellung in Frauenthemen ins Rampenlicht holen.

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Auf der Kunstmeile Krems am Museumsplatz finden am kommenden Wochenende zwei Tanzperformances statt. Die Tänzerin und Choreografin Aiko Kazuko Kurosaki veranstaltet mit der durational Performance RED Silence am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr eine getanzte, performativ künstlerische Intervention im öffentlichen Raum. Sie ist Obfrau des Vereins OBRA – One Billion Rising Austria – einer künstlerischen Kampagne, die sich für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzt. Die Performance soll ein stiller Protest für ein Ende der strukturellen, physischen, psychischen, häuslichen und online stattfindenden Gewalt an Frauen sein.

Förderung der Frauenthemen

„Viele Frauen sind in den sogenannten „systemrelevanten“ Berufen, haben Kinder, sind oft Alleinerzieherin und in dauerprekären Lebensumständen" sagt Kazuko Kurosaki. "Im Shutdown der Corona-Krise waren sie noch stärker Mehrfachbelastungen und der Gefahr vor häuslicher Gewalt ausgesetzt. Auch die Femizidrate in Österreich steigt und es besteht akuter Handlungsbedarf. Kunst fördert die Sichtbarkeit der Problemstellung, regt den Diskurs an und ist daher ein wichtiger Bestandteil der Bewusstseinsbildung." RED Silence seit laut der Tänzerin ein künstlerischer Akt um Raum und Zeit zu schaffen, um auf die Urgenz der Behandlung und Förderung der Frauenthemen, insbesondere Gewaltschutz und Gewaltprävention, hinzuweisen.

„Als Ausstellungshaus für moderne und zeitgenössische Kunst zeigt die Kunsthalle Krems oft künstlerische Positionen, die eine starke gesellschaftskritische Haltung einnehmen, Missstände anprangern, zum Nachdenken und Reflektieren anregen", sagt Florian Steininger, künstlerischer Direktor der Kunsthalle Krems. Bereits 2020 habe die Kunst von Teresa Margolles den Anstoß gegeben, sich erstmals als Institution an der weltweiten Performance One Billion Rising zu beteiligen.

"Die mexikanische Künstlerin thematisierte in ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Krems Femizide in Mexiko. Gemeinsam mit der Kremser Frauenberatungsstelle Lilith war die Kunsthalle Krems auch 2021 bei der Protestaktion One Billion Rising mit dabei, um ein künstlerisches Statement gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Die Kunsthalle Krems möchte über Kunstausstellungen hinaus diesen Initiativen eine Plattform bieten und durch künstlerische Performances wie RED Silence Statements setzen", sagt Steininger.

Mehr Informationen finden sich unter www.kunstmeile.at/redsilence

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