© Teresa Sturm

Chronik Niederösterreich Krems
04/13/2021

Anrainer-Protest gegen Bodenversiegelung in Krems

Kundgebung gegen Weg-Asphaltierung; Stadt verweist auf weiteren gemeinsamen Dialog.

von Teresa Sturm

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Fährt man mit dem Auto in den Kremser Stadtteil „Am Steindl“ wird schnell klar, dass hier nicht endlos viel Verkehr und Verbauung möglich ist. Die Straße ist kurvig und eng. Derzeit werden gleich mehrere Wohnbauprojekte umgesetzt oder sind geplant. Der Kraxenweg, derzeit noch Wiese, soll im Zuge dessen zu einer Straße werden. Gegen die Asphaltierung wendet sich der Protest der Anrainer.

Daher rief die „Interessensgemeinschaft der Bewohner Steindl/Langenloiserberg“ mit der Vorsitzenden Mathilde Prantz für Montag zu einer Protestaktion auf, zu der rund 30 Personen kamen. Und das, obwohl es vor wenigen Wochen so wirkte, als würde Entspannung in die Situation kommen. Denn die Steindl-Bewohner rechneten damit, dass bis zum Abschluss des Bürgerbeteiligungsprozesses zu den Bauvorhaben in ihrem Gebiet, auch kein Gemeinderatsbeschluss zu dem Kraxenweg kommt.

Die Anrainerinnen und Anrainer trafen sich am Kraxenweg. Sie fordern, dass dieser nicht asphaltiert wird.

In der jüngsten Sitzung kam nun aber grünes Licht für die Straßenarbeiten ebendort. „Die Stadt hat einen Stadtteildialog ins Leben gerufen, dessen Ergebnisse sie nicht abwartet und Straßenbauarbeiten beauftragt“, kritisiert Prantz. Die Anwohnerinnen und Anwohner fühlen sich getäuscht und sprechen von Pseudobeteiligung.

Rechtliche Bedingungen

Das weist der zuständige Stadtrat Werner Stöberl (SPÖ) zurück. Die Online-Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern würden weiterhin stattfinden: „Gestaltungsmöglichkeiten gibt es nach wie vor, auch wenn der Bagger schon dort und die Straße beschlossen ist.“ Er müsse sich aber an rechtliche Grund Bedingungen halten. Und so sei die von der Initiative gewünschte Führung einer Sackgasse nur mit Umkehrplatz möglich. „Das ist dort aber nicht gegeben.“

Prantz hofft in jedem Fall auf weiteren Dialog. Sonst bleibe über, dass „der zeitgemäße Einsatz für einen Grünraum, der Wunsch nach einem Stop der Versiegelung, nicht gehört wird“.

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