Pflegekräfte an der Kippe

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Niederösterreich Krems
01/10/2021

Info-Zentrum in Krems: Pflegende können Fragen stellen

Bereits über 30 Anfragen zur wissenschaftlichen Datenlage gestellt. So soll die Versorgungsqualität gesteigert werden.

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Bereits seit über einem Jahr läuft der Betrieb des evidenzbasierten Informationszentrums für Pflegende. Es wurde nach einem Pilotprojekt, das von der Karl Landsteiner Privatuniversität an den Kliniken St. Pölten, Hochegg und Waidhofen an der Ybbs durchgeführt wurde, in den Regelbetrieb übernommen. 

Pflegepersonen der niederösterreichischen Landes- und Universitätskliniken können das Angebot kostenfrei nutzen und Fragen zur aktuellen wissenschaftlichen Datenlage stellen. Vom Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) wird das Service, das die Versorgungsqualität steigern soll, gefördert.

Fragen zum Mund-Nasen-Schutz

Es seien bisher schon 30 Fragen eingegangen, heißt es dort. Etwa "Reduziert das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und OP-Hauben durch das Personal während einer Koronarangiographie, also die radiologische Darstellung der Herzkranzgefäße, das Infektionsrisiko für die Patientinnen bzw. die Patienten?" oder "Gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass die Wischrichtung bei der Wundreinigung einen Einfluss auf die Wundheilung hat?"

Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Organisationsassistentin sowie eine Informationsspezialistin von Cochrane Österreich am Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation der Donau-Universität Krems bearbeiten diese Anfragen nach einem qualitätsgesicherten, standardisierten Prozess, laut NÖGUS.

Patientensicherheit

In einer Aussendung heißt es dazu, dass dabei oft bis zu 700 Studien gescreent werden. Die Studienergebnisse würden zusammengeführt und die Anfrage werde mit Blick auf Patientensicherheit und Versorgungsqualität beantwortet.

„Dieses einzigartige Service für die größte Berufsgruppe im niederösterreichischen Gesundheitswesen hilft, in der Praxis, wissenschaftsbasierte Pflegemaßnahmen zusetzen und Risiken zu vermeiden“, sagt NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP). „Niederösterreich ist Vorreiter im Bereich der Pflege und Betreuung und arbeitstintensiv an deren künftiger Gestaltung, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Mit unseren Erfahrungswerten bringen wir uns auch gerne bei der österreichweiten Weiterentwicklung des Pflegebereichs ein“, sagt Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).

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