Neue Schule als Schlüsselprojekt für Zukunft im Bergdorf Konradsheim
Abrissparty in alter Volksschule mit Musik, Tanz und Geselligkeit steht an.
Auch wenn zur Abrissparty im alten Volksschulgebäude geladen wird, stehen im Ybbstaler Bergdorf Konradsheim am 31. Juli nicht Stemmhammer und Krampen im Mittelpunkt. Feiern, Geselligkeit und Anerkennung sind angesagt.
Die Stadt Waidhofen/Ybbs errichtet in dem peripher gelegenen Ort nämlich eine neue Volksschule mit viel Signalwirkung. Im Dorfleben wird der alten Schule, die für viele lebensprägend war, bis zum Schluss viel Respekt entgegengebracht.
Geplagt von Finanzsorgen, die die Stadt sogar dazu zwangen, für ein Darlehen das Rothschildschloss zu verpfänden, wird im Bildungsbereich trotzdem investiert. Mit einem 3,4 Millionen Euro schweren Finanzpaket sind für die Waidhofner Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Liste FUFU neue Volksschulen in Konradsheim und auch im ebenfalls exponiert gelegenen Windhag fixe Projekte.
Aufgrund der Finanzlage sei es umso wichtiger, „die Kräfte gezielt auf jene Bereiche zu konzentrieren, die für die Zukunft unserer Stadt entscheidend sind. Bildung hat dabei für uns höchste Priorität. Wir tun das, weil wir wissen: In die beste Betreuung zu investieren, heißt, die Zukunft zu sichern“, betont Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP).
Erinnerungstag
Welchen Wert die Bewohner einer eigenen Grundschule in Konradsheim beimessen, zeigte sich bereits Anfang Juli. Da kamen viele zum Erinnerungstag noch einmal in die alte Schule. In liebevollen Ausstellungen wurden historische Schulmaterialien und Fotos gezeigt. So manches Andenken gab es beim Flohmarkt zugunsten des Elternvereins zu erstehen, und im Turnsaal wurde Theater gespielt.
Dass die alte Schule abgerissen werden muss, sei hart, heißt es im Ort. Doch mit dem Neubau, der rund zwei Millionen Euro kostet, erfolge ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung, betont die Stadt. Die Bausubstanz war zu alt, moderne pädagogische Konzepte erfordern neue Raum- und Lernstrukturen, die nur ein Neubau schaffen kann.
Dessen Planung wurde sorgsam angegangen. Nach einem Architekturwettbewerb mit acht Büros gelang dem Architekturbüro „hellwach“ Architektur ZT GmbH die beste Einbindung des Holzbaus in die Hanglage und ins Ensemble mit Pfarrkirche, Gasthof und Turnsaal.
Gefeiert wird dann wieder im Herbst 2027, wenn die neue Schule bezogen wird.
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