© Radu Cioplea

Chronik Niederösterreich
09/29/2021

Klosterneuburg: Privatschule im Pionierviertel fix

Seit 2012 ist das Kasernenareal ungenutzt, dass dort ein neuer Stadtteil entstehen soll wurde vor Jahren entschieden – konkrete Pläne gab es bis jetzt nicht.

von Marlene Penz

2012 sind die Pioniere aus der Magdeburg-Kaserne in Klosterneuburg ausgezogen. Seither ist das zwölf Hektar große Areal ungenutzt. Pläne gibt es allerdings schon einige Jahre dafür: Ein neuer Stadtteil soll dort entstehen – das Pionierviertel.

2015 wurde ein Planungsteam vom Gemeinderat beauftragt. In einer Absichtserklärung ist auch festgeschrieben, dass die Bürgerinnen und Bürger in einem Beteiligungsprozess eingebunden werden. Es soll leistbares Wohnen, Gewerbeflächen und einen Schulcampus geben – konkreter wurde es bisher nicht.

Katholisches Privatgymnasium 

Doch nun soll sich etwas auf dem Areal tun. Ein katholisches Privatgymnasium der Erzdiözese Wien wird gebaut. Die Grundlage dafür wurde am Freitag im Klosterneuburger Gemeinderat geschaffen, eine etwa ein Hektar große Fläche wird von Bauland auf „Schule“ umgewidmet. „Abgekoppelt von der übrigen Entwicklung des Kasernenareals ist der Weg für einen Schulcampus mit Privatgymnasium im Pionierviertel somit geebnet“, heißt es dazu in einer Aussendung der Stadtgemeinde.

Der Großteil des Areals ist im Besitz des Stifts Klosterneuburg, die Schulstiftung der Erzdiözese Wien erhält dort vom Stift ein Baurecht. Die Schule wird im Vollausbau insgesamt 24 Klassen haben mit rund 600 Schülerinnen und Schülern, wie es auf KURIER-Nachfrage bei der Erzdiözese Wien heißt.

Schon seit zwei Jahren gibt es das private katholische Gymnasium und Realygmnasium Klosterneuburg (pGRK) in der Stadt. Im Schuljahr 2019/2020 wurde ein provisorisches Gebäude beim Essl-Museum bezogen. Hier werden sechs Klassen unterrichtet. Dieser Standort bleibt erhalten, bis die neue Schule fertig ist, wann das sein wird, ist derzeit nicht klar, man arbeite an einem „detaillierten Zeitplan“, so der Schulträger.

Ergänzung

Bildungsstadträtin Maria Theresia Eder (ÖVP) betont, dass das Privatgymnasium eine „perfekte Ergänzung zum bestehenden Bildungsangebot“ sei. „In der Vergangenheit haben Eltern Wiener Privatgymnasien gewählt, so können wir das vor Ort anbieten“, so Eder. Da es sich um ein konfessionelles Gymnasium handle, seien die Beitragsgebühren „nicht elitär“.

Das öffentliche Gymnasium in Klosterneuburg hat 1.200 Schülerinnen und Schüler. „Es ist gut gefüllt, aber einen Platz bekommt jeder“, versichert Eder. Am Bildungscampus im Pionierviertel sollen Kindergarten und Volksschule entstehen – aber erst, wenn es umgesetzt wird, davor sehe sie keinen Bedarf.

Und das wird noch dauern: „Wir wollen nichts über’s Knie brechen und prüfen alles auf Herz und Nieren“, sagt Stadtchef Stefan Schmuckenschlager (ÖVP). Den größten Knackpunkt stelle dabei der Verkehr dar.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.