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Chronik Niederösterreich
07/01/2012

Jungdetektive ließen Einbrecherbande auffliegen

Zwei Freunde verrieten der Polizei das Kennzeichen des Fluchtwagens.

von Gilbert Weisbier

Dass die Polizei kürzlich eine rumänische Einbrecherbande dingfest machen konnte, verdankt sie – unter anderem – der Aufmerksamkeit zweier junger Männer aus Krems/Lerchenfeld: Die hatten das Autokennzeichen eines Einbrecher-Fluchtwagens notiert und sogar ein verlorenes Einbruchswerkzeug gefunden.

Manuel Kirchberger und Christoph Göbhart, beide 20, erinnern sich lebhaft an ihr Abenteuer im April. Auf dem Weg zum Zigarettenautomaten gegen 21 Uhr hörten sie den Warnton einer Alarmanlage. Sie bemerkten, wie drei Männer aus einem Wohnhaus kamen. Neugierig geworden setzten die beiden Kremser sich auf  die Begrenzungsmauer der Lerchenfelder Kirche und warteten ab. Die Männer stiegen in einen BMW ein, der gegenüber der Kirche abgestellt war und in dem der Fahrer wartete.

Unauffällig

"Tipp die Autonummer ins Handy", hab ich zu Christoph gesagt", erzählt Manuel. "Ich habe den Kopf gesenkt gehalten und das unauffällig gemacht", berichtet Christoph. Als das Auto los fuhr, kam es plötzlich auf die beiden jungen Männer zu und blieb direkt vor ihnen stehen. "Die haben uns ziemlich angefressen angestarrt. Ich hab nur gewartet, dass Christoph aufspringt, dann wäre ich auch  gerannt", erzählt Manuel. Doch dann fuhren die Männer im BMW doch weg. "Ich hab schon leicht gezittert", gibt Manuel offen zu.

Wenig später rasten schon Streifenwagen heran. "Wirhaben Polizisten die Nummer gesagt und sie auf einen Schraubenzieher aufmerksam gemacht, den  die Männer verloren hatten", berichtet Manuel.

Wiener Polizisten stoppten jetzt aufgrund des Kennzeichens den BMW und konnten die drei Insassen festnehmen, ein Komplize ist flüchtig. Die Rumänen dürften bei 30 Beutezügen in NÖ, OÖ und der Steiermark 80.000 Euro Schaden verursacht haben.

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