Josef Pröll, Sylvia Scherhaufer und Stephan Pernkopf mit dem neuen Logo

© photonews.at/Georges Schneider

Chronik Niederösterreich
04/28/2019

Jägerschaft feilt an neuen Strategien

Moderner Außenauftritt des Jagdverbandes. Die Rückkehr des Wolfes ist in der Debatte allgegenwärtig.

von Patrick Wammerl

Der Wolf ist derzeit in Niederösterreich allgegenwärtig. Nicht nur in Form mehrerer Rudel in Allentsteig oder anderen Gebieten Niederösterreichs, sondern vor allem in den Köpfen der Bauern, Tierschützer und natürlich der Jägerschaft. Am Samstag war die Wiederkehr des vierbeinigen Räubers auch Thema in den Fachgesprächen beim heurigen Landesjägertag in St. Pölten. Die Jägerschaft war zusammen gekommen um das 70-jährige Jubiläum des 35.400 Mitglieder starken nö. Landesjagdverbandes zu zelebrieren.

Nach einer Messe im St. Pöltener Dom wurde im Landtagssaal vor 350 Delegierten und Ehrengästen die Neupositionierung des Verbandes präsentiert. Der Relaunch soll sich vor allem darin zeigen, wie der Jagdverband in Zukunft nach außen hin kommuniziert. Teil der Neupositionierung werden eine breitere Themensetzung sowie eine moderne Sprache sein.

Ein überarbeiteter Werbeauftritt samt neuem Logo und Internetseite soll den Verband, auch was den Außenauftritt betrifft, ins 21. Jahrhundert befördern.

Landesjägermeister Josef Pröll betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Tätigkeit der 35.400 Jägerinnen und Jäger in NÖ. „Sie sind permanent im Einsatz. Hege und Abschuss, Wildtierrettung, präventive Maßnahmen gegen Wildunfälle und die Erhaltung eines artgerechten und dem Lebensraum entsprechenden Wildbestands. Das sind nur einige der Aufgaben“, so Pröll.

Was die Ausbreitung des Wolf-Bestandes in Österreich betrifft, hat der Landesjagdverband seit Monaten eine ganz klare Positionierung. Pröll tritt seit jeher als entschiedener Gegner des Raubtieres auf, der auch für den Abschuss von Problemwölfen eintritt. Weidezäune könnten einen so listigen und geschickten Räuber wie den Wolf nur bedingt von Nutztieren fernhalten.

Auch die Dezimierung des Wildbestandes durch das Raubtier ist ein Thema. „Wir nutzen unsere Wildtiere und haben deshalb auch das höchste Interesse, sie zu schützen und zu erhalten. Das ist für uns gelebte Nachhaltigkeit“, so Pröll.

Kinderkurse

Was den moderneren Außenauftritt anbelangt, wird der Verband Zukunftsprojekte entwickeln, mit denen die breite Öffentlichkeit einen Einblick in die Jagd und Natur erhält.

„Das Wissen über die Zusammenhänge in der Natur wird immer geringer“, sagt die Generalsekräterin des Landesjagdverbandes, Sylvia Scherhaufer. Gerade Kinder sollen deshalb durch spezielle Projekte für die Themen Wald, Natur und Wildtierkunde sensibilisiert werden. Mit Vorträgen will in Schulen und Kindergärten punkten. Auch Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf forderte appellierte an jeden einzelnen, im Wald mehr Eigenverantwortung zu zeigen und sich bewusst zu machen, wie man sich richtig verhält.

Ende 2021 will der Niederösterreichische Landesjagdverband mit seiner Zentrale von Wien nach St. Pölten übersiedeln.

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