Chronik | Niederösterreich
06.12.2018

Kein Air Race 2019 in NÖ: Veranstalter fehlt die Genehmigung

Keine Genehmigung des Bundesheeres. FPÖ-Minister Mario Kunasek weist Schuld von sich.

Schlechte Nachrichten gibt es für die Fans der fliegenden Künstler des Red Bull Air Race. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr mit knapp 40.000 Besuchern in Wiener Neustadt wird das Spektakel 2019 nicht in Österreich stattfinden. Weil das Verteidigungsministerium immer noch kein grünes Licht für die Nutzungsbewilligung des Flugfeldes in Wiener Neustadt gegeben hat, sehen sich die Veranstalter außer Stande das Spektakel durchzuführen. Es hätte bereits am 18. und 19. Mai über die Bühne gehen sollen.

Weil das Bundesheer im September 2019 wieder die Flugshow Airpower in Zeltweg abhält, bemühte sich die „Cayenne Media Contacta“ als Veranstalter des Air Race den Termin auf Mai vorzuverlegen. „Unabhängig von anderen Beurteilungen ist es leider Tatsache, dass den Veranstaltern bis heute keine Nutzungsvereinbarung für das benötigte Gelände in Wiener Neustadt vorliegt. Es liegt bis dato auch kein Entwurf einer neuerlichen Vereinbarung vor. Aus zeitlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen können die Veranstalter die Veranstaltung eines Red Bull Air Race in Österreich im Jahr 2019 daher nicht bestätigen", erklären dazu die Geschäftsführer des Veranstalters Cayenne Media Contacta, Wolfgang Übl und Peter Madlberger.

FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek hat eine völlig andere Sicht der Dinge. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag nahm er zu dem Vorwurf Stellung, dass das Heer keine Genehmigung erteilt. "Das ist nicht richtig. Wir haben das Air Race heuer unterstützt und würden es auch 2019 machen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat mit mir deshalb auch Kontakt aufgenommen. Aber wie ich heute vernommen habe, ist der Wunsch nicht mehr vorhanden. Es scheitert hier nicht am österreichischen Bundesheer."