Chronik | Niederösterreich
29.12.2017

Grünes Licht für Semmering-Lifte, Weltcup-Premiere am Ötscher

Ministerium erteilte neue Betriebserlaubnis für Zauberberg-Gondelbahn/Snowboard-Elite startet auf Distelpiste in das neue Jahr.

Es war eine lange Zitterpartie, aber jetzt ist klar: Die Gondelbahn auf den "Zauberberg" Semmering-Hirschenkogel darf geöffnet bleiben. "Die Bewilligung für die Wiederaufnahme des Betriebs wird erteilt", sagte Waltraud Rumpl, Sprecherin des Verkehrsministeriums, am Freitag.

Das bedeutet, der Betrieb konnte nahtlos fortgesetzt werden. Das Skigebiet durfte die Gondelbahn nur dank einer Ausnahmeregelung, die bis 28. Dezember lief, betreiben. Wegen einer ausständigen Unterlage konnte erst am Tag darauf die Bewilligung erteilt werden. Der bisherige Betriebsleiter verlässt die Liftgesellschaft, weshalb Ersatz gefunden werden musste. Der neue Betriebsleiter und sein Stellvertreter wurden nun genehmigt. Alle Bescheide gingen laut Ministerium am Freitag raus.

Am 20. Dezember wurden aufgrund eines Gutachtens mehrere Auflagen (neben dem Betriebsleiter) gestellt. Die weitere Erfüllung dieser ist jedoch unabhängig von der Genehmigung für die Gondelbahn, da diese unbefristet ausgestellt wurde, wie Rumpl mitteilte.

Schneemangel

Die Kabinen- und Rodelbahn sind täglich geöffnet, am Freitag soll auch der Nachtbetrieb starten, hieß es am Nachmittag. Der Vierer-Sessellift steht weiterhin still. Aus Sicht des Landes NÖ könnte er aufgrund des neuen Betriebsleiters allerdings starten. Der Betreiber des "Zauberbergs", Geschäftsführer der Panhans-Holding-Group, Viktor Babushchak, meint, es liege zu wenig Schnee und die Temperaturen seien zu mild.

Ungetrübte Aufbruchsstimmung bei bester Schneelage herrscht dagegen im Skigebiet Lackenhof am Ötscher in Westniederösterreich. Dort macht am kommenden Wochenende der Snowboard-Weltcup erstmals Halt und beschert den Besuchern zu Jahresbeginn ein Sport-Highlight.

Am 5. und 6. Jänner gehen die Parallel-Rennen der Herren und Damen, sowie die Teambewerbe über die Bühne. 350 Spitzensportler und ihre Betreuer aus 20 Nationen quartieren sich ab Wochenbeginn in den Hotels der Region ein.

"Eine große Herausforderung, die uns derzeit fast Tag und Nacht fordert", sagt Ex-Weltcupstar Michaela Dorfmeister. Sie ist Chefin des Organisationskomitees. An die 70 Helfer wollen für den reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe sorgen. Alternierend mit dem Ski-Weltcuprennen auf dem Semmering soll die Snowboard-Elite nun jedes zweite Jahr zu Gast auf der Distelpiste am Kleinen Ötscher sein. Zu den Rennen, die frei zugänglich sind erwartet Dorfmeister je nach Wetterlage an die 1000 Besucher pro Tag. Neben den zusätzlichen Nächtigungen hofft man im Ötscherland vor allem auf positive Werbeeffekte durch die Weltcup-Veranstaltung.