Die geheimen Zahlen: Ist das Gesundheitssystem in NÖ wirklich krank?

Die geheimen Zahlen: Ist das Gesundheitssystem in NÖ wirklich krank?
Lange Wartezeiten, Ärztemangel, großer Druck. Die Kritik am Gesundheitsmanagement ist groß. Doch wie ist die Lage tatsächlich?

Am Freitag legte SPÖ-Landesparteichef Sven Hergovich noch einmal nach.

Seit Monaten üben die Sozialdemokraten heftige Kritik am Management des Gesundheitswesens in Niederösterreich.

"Verwaltungsmonster"

Hergovich sprach von einem „Systemversagen“ und attackierte dabei auch die Landesgesundheitsagentur (LGA), die er als „Verwaltungsmonster“ bezeichnet. Schuld daran, so die Roten, sei die Politik. Schuld sei Schwarz-Blau

In einer Pressekonferenz mit Hergovich behauptet SPÖ-Nationalratsabgeordneter Rudolf Silvan sogar, dass aufgrund von Missmanagement und Personalmangel Menschen in Niederösterreich verstorben seien.

Die Landesgesundheitsagentur (LGA) reagierte umgehend und prüft nun rechtliche Schritte. "Zum Schutz der Mitarbeiter", wie es heißt.

ÖVP-Gesundheitssprecher Franz Dinhobl betonte, dass die SPÖ mit "nicht belegten Aussagen" vor allem Unsicherheit und Angst schüre. 

Irrfahrten

Tatsächlich sorgte die Gesundheitsversorgung im größten Bundesland aber in den vergangenen Monaten mehrmals für Negativ-Schlagzeilen.

Patienten berichteten von Irrfahrten zu mehreren Spitälern und über lange Wartezeiten. Die Schließung der Geburtenstation und Abteilung für Frauenheilkunde am Landesklinikum Waidhofen an der Ybbs sorgte ebenfalls für helle Aufregung. In der HNO-Abteilung in Mistelbach sah sich die LGA gar mit einer Kündigungswelle konfrontiert.

Spurensuche

Was ist da los in den Spitälern in Niederösterreich? Gibt es den viel zitierten Ärztemangel tatsächlich und wie viele Austritte wurden verzeichnet? Der KURIER hat sich auf Spurensuche begeben – und wurde fündig.

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