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Chronik Niederösterreich
01/26/2020

Für die ÖVP Klosterneuburg rückt Absolute in weite Ferne

In Tulln gewann die ÖVP rund um Bürgermeister Peter Eisenschenk hingegen dazu.

von Marlene Penz

Im Jahr 2015 hat die ÖVP in Johanna Mikl-Leitners Wahlheimat Klosterneuburg die absolute Mehrheit knapp verloren. Ein Mandat trennte die Partei rund um Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager von der Absoluten, sie hielt 20 von 41 Sitzen im Gemeinderat. Nach der Wahl am Sonntag ist sie in weite Ferne gerückt.

In der drittgrößten Stadt Niederösterreichs fuhr die ÖVP ein Minus von 4,61 Prozent ein. Mit 42,91 Prozent der Stimmen erhält sie nun nur noch 18 Mandate. Grund zum Jubeln hat unterdessen die Grüne Liste BGU, sie erzielte ein Plus von 7,18 Prozent, gewinnt damit drei Mandate dazu und hält nun neun. Sie sicherte sich mit 20,96 Prozent Platz zwei. Ein Mandat verloren hat auch die SPÖ, sie erreicht 10. Auf Platz vier ist die Liste PUK, sie erhält vier Sitze und hat damit ein Mandat gewonnen. Die Neos-Liste gewinnt ebenfalls ein Mandat dazu. Für die FPÖ halbieren sich die Sitze, sie können nur noch zwei halten.

Eisenschenk jubelt

Um die Absolute ging es auch in der Bezirkshauptstadt Tulln. Dort war ungewiss, ob sie Bürgermeister Peter Eisenschenk mit seiner ÖVP-Liste würde halten können. Nur ein Mandat gab 2015 den Ausschlag. Das Bangen war unbegründet: Die Tullner Volkspartei gewann mit einem Plus von 9,62 Prozent vier Sitze im Gemeinderat dazu. „Ich war zwar optimistisch, aber dass das Ergebnis so ausfällt, habe ich nicht erwartet“, sagt Eisenschenk.

Während die Tullner VP feiert, bedauert die SPÖ den Verlust von zwei Mandaten und hält nun vier. Sie wurde von der Grünen Liste überholt, die nun fünf Mandate innehat. Ein Mandat verloren hat auch die FPÖ. Wenig verändert hat sich bei der Liste der Neos. Sie haben weiterhin einen Sitz im Gemeinderat inne.