Chronik | Niederösterreich
25.07.2018

Frau am See entführt: Täter beging Selbstmord in Zelle

Ein Jahr nach brutaler Vergewaltigung erhängte sich der Verurteilte in der Justizanstalt Krems.

Erich L. ist tot. Jener Mann, der im Vorjahr eine 25-jährige Krankenschwester an einem Badesee im Waldviertel entführte, in eine Holzkiste sperrte und in seinem Haus in Gaming stundenlang vergewaltigte, hat sich selbst gerichtet: Der verurteilte Entführer und Vergewaltiger erhängte sich Montagabend in seiner Zelle in der Justizanstalt Krems.

Der 46-jährige Schlosser war im vergangenen Mai zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Er befand sich allein in seinem Haftraum, als er sich gegen 22 Uhr mit einem Wäschenetz erhängte. Die Justizwachebeamten fanden ihn wenig später.

L., der bereits 13 einschlägige Vorstrafen hatte, fuhr am 29. Juli des Vorjahrs mit seinem Kleinbus ins Waldviertel. Er fand den Badesee, stieg auf sein Fahrrad und machte sich auf die Suche nach einem passenden Opfer. Dort fand er die 25-Jährige – unter dem Vorwand, er brauche Hilfe bei der Fahrradreparatur, begleitete ihn die Frau zum Kleinbus; ein Fahrzeug mit verklebten Scheiben. Der Entführer zwang sie in eine Holzkiste, brachte sie in sein Haus – wo er sein Opfer stundenlang quälte und malträtierte. Am nächsten Tag brachte er die Frau zurück.