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Chronik Niederösterreich
06/28/2021

FPÖ: Landbauer holt sich Bors und Murlasits für Parteisekretariat

Affäre um „mutmaßlichen Hitlergruß“ von Andreas Bors ist für FPÖ-Landesführung abgehakt.

von Martin Gebhart

Kaum war öffentlich, dass sich FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer nun Andreas Bors (31) und Alexander Murlasits (26) für das Landesparteisekretariat geholt hat, tauchte auf Twitter sofort jenes Foto auf, das bislang die politische Karriere des Tullners Bors gebremst hatte.

Es ist ein Foto, auf dem er als Jugendlicher mit zwei anderen Personen „die Hand mutmaßlich zum Hitlergruß ausstreckt“, wie es auf Wikipedia noch immer festgehalten ist.

 

Bors selbst hat in einem ORF-Interview von einer saudummen Geste gesprochen, als das Foto publik geworden war. Er habe sich dazu in betrunkenem Zustand hinreißen lassen.

2015 wurde deswegen sogar ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet, das aber eingestellt werden musste, weil zu diesem Zeitpunkt alles schon verjährt war. Dennoch hielt ihn das Foto ab, 2017 für den Bundesrat oder 2018 für den Landtag zu kandidieren, weil dauernd darüber berichtet worden war.

Diese defensive Haltung hat man jetzt in der FPÖ abgelegt. „Für uns ist das Thema abgehakt, es wurde ohnehin schon zigmal medial abgehandelt“, heißt es aus der FPÖ-Landespartei. Das Ganze sei außerdem bereits über 15 Jahre her. Dazu komme, dass Andreas Bors mittlerweile als Bezirksparteiobmann in Tulln und als Gemeinderat in der Bezirkshauptstadt eine gute Figur gemacht habe.

Alexander Murlasits wiederum war schon bislang die rechte Hand von Udo Landbauer – hauptsächlich im Landtagsklub. Er war dort auch hauptverantwortlich für die Medienarbeit.

Ersatz für Schnedlitz

Die neuen Landesparteisekretäre Murlasits und Bors ersetzen Michael Schnedlitz, der Generalsekretär von Bundesparteiobmann Herbert Kickl ist und in der Landespartei am Samstag zum Obmannstellvertreter gewählt worden ist. Warum jetzt zwei Personen für dieses Aufgabengebiet zuständig sind, wird in der FPÖ so erklärt: „Mit zwei Landesparteisekretären erhöhen wir die Schlagkraft und stellen uns breiter auf. Das ist in einem Flächenbundesland wie Niederösterreich nichts Ungewöhnliches, sondern sogar notwendig.“

Es kursiert in der FPÖ aber auch noch eine andere Erklärung: Andreas Bors dürfte sich eher Landesrat Gottfried Waldhäusl im Landesparteisekretariat gewünscht haben, Alexander Murlasits kommt aus der Ecke von Landbauer. Mit der Doppelbesetzung sind beide in der FPÖ-Zentrale in St. Pölten personell vertreten. Das soll – im Gegensatz zu manchen Gerüchten – sehr ruhig und sachlich geklärt und beschlossen worden sein.

Tatsache ist, dass sich die FPÖ mit Murlasits und Bors ein sehr junges Duo für das Landesparteisekretariat geholt hat. Deren erste Bewährungsprobe ist auch gleich die wichtigste: Die Landtagswahl im Jahr 2023.

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