Brandschutz: Neue Siedlung als Hürde für Feuerwehr Wiener Neustadt
Schulung für die Einsatzkräfte im neuen Wohnviertel
Rund 16.000 Quadratmeter Tiefgarage, 600 Wohneinheiten und besondere Zufahrtseinschränkungen: Die Dimension der neuen Wohnsiedlung "Ein Viertel Grün" in Wiener Neustadt stellt die Einsatzkräfte vor ganz besondere Herausforderungen - besonders was den Brandschutz anbelangt.
Wohnsiedlung statt Fußball
Mit dem gewaltigen Wohnbauprojekt am alten Stadionareal gegenüber der Merkur City hat Wiener Neustadt mit einem Schlag eine Siedlung im Ausmaß eines kleinen Dorfes dazugewonnen. 1.200 Bewohner werden in Zukunft in dem Viertel leben. Ein Umstand, der besonders die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt vor große Herausforderungen stellt.
Schulung für die Einsatzkräfte im neuen Wohnviertel
Keine Brandfrüherkennung
Besonders die Tatsache, dass in der neu gebauten Tiefgarage eine moderne Anlage zur Brandfrüherkennung mit Weiterleitung der Alarme zur Feuerwehrzentrale fehlt, sorgt für große taktische Herausforderungen bei den Einsatzkräften.
Es macht einen besonderen Alarmplan notwendig. Sigmund Spitzer und Florian Kandelsdorfer von der Freiwilligen Feuerwehr haben für den Sondereinsatzplan, das Einsatzleitsystem sowie für die notwendigen Schulungen bereits unzählige Arbeitsstunden in Planung und Umsetzung gesteckt.
Schulung für die Einsatzkräfte im neuen Wohnviertel
"Die weitreichende Wohnhausanlage mit ihren Besonderheiten bedeutet für uns eine taktische Herausforderung, die eine eingehende Schulung besonders für die Führungskräfte der Feuerwehr notwendig machte", erklärt Branddirektor Christian Pfeiffer.
Die Wohnanlage erfülle zwar die Minimalstandards der geltenden Bauvorschriften. Aber die "schiere Größe macht es für eine Freiwillige Feuerwehr nicht leicht. Immerhin wohnen dort zukünftig etwa 1.200 Personen, also ein Ortsteil, der anderswo eine eigene Feuerwehr hätte", meint Pfeiffer.
Einsatzmappen zur Orientierung
Mit den Schulungen wurden auch Einsatzmappen in den Fahrzeugen der Feuerwehr hinterlegt, um die Orientierung im "Viertel Grün" zu erleichtern.
Gerade was das rasche Einschreiten in Notfällen anbelangt, seien derartige Objektschulungen das Um und Auf für die Einsatzkräfte, heißt es vonseiten der Feuerwehr. "Ich bin sehr froh und stolz, dass sich unsere Feuerwehrmitglieder die Freizeit nehmen, um solche Objekte kennenzulernen und sich somit auf einen etwaigen Einsatz vorzubereiten", sagt Pfeiffer.
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