© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Niederösterreich
04/19/2021

Trophäensammler, der dem Gin die Gurke gibt

Schnapsbrenner Georg Hiebl liefert Österreichs Gin-Fans Neues und heimst zahllose Preise ein

von Wolfgang Atzenhofer

Bar- und Clubkultur liegen derzeit danieder. Das zuletzt angesagteste Szenegetränk, der Gin, hält dennoch die Stellung. Jeder Edelbrenner, der etwas auf sich hält, destilliert den bitteren Wacholdergeist nach eigenem Hausrezept. Einer davon ist Georg Hiebl, der heuer bei der Edelbrand-Meisterschaft Destillata die Auszeichnung „Gin des Jahres“ ergattern konnte.

Sieben Gin-Sorten hat der Schnapsbrenner eingereicht. „Alle sieben wurden mit Gold, Silber oder Bronze prämiert. Und mein ,Number one‘ eben mit dem Kategoriesieg“, freut sich der Niederösterreicher, der seine Destillerie in einem Vierkanthof im Mostviertler Haag betreibt.

Die begehrten Medaillen gab’s für ihn gleich doppelt. Denn die Destillata-Jury machte es sich nicht nur zur Aufgabe, die mit Wurzeln, Blüten und Kräutern verfeinerten Gins einem Test zu unterziehen. Heuer gab es erstmals auch eine Verkostung mit dem beliebten Longdrink Gin Tonic. Auch dabei holten Hiebls „glorreiche Sieben“ die vordersten Plätze.

 

Titelsammler

Mit den Gin-Trophäen bei der Destillata wäre manch anderer Schnapsbrenner wohl im dauerhaften Siegestaumel. Nicht so der bescheidene Mostviertler. Dabei hat er zu Jahresbeginn schon einen Korb voller Medaillen und Titel geholt. Bei dem von Brennern aus 25 Nationen beschickten Bewerb „Craft Spirits Berlin“ heimste Hiebl 41 Auszeichnungen ein, davon 16 Goldene. Das brachte den Titel „Craft Distillery of the Year“, die „Rote Williams 2020“ wurde sogar zum besten Brand des Events gekürt. Fast nebenbei wurde „Georg Nr. 4“ als bester Whisky herausgekostet. Was bei Hiebl das Jahr 2014 in Erinnerung rief: Da wurde er auf der IWSC London Brennerweltmeister.

Mit 120 Bränden und Likören im Repertoire ist Hiebl mit seiner Brennerei „Die Schnapsidee“ zum Pionier im Brennen exotischer Früchte, aber auch von Gemüse geworden. Seine Klaren aus roter Rübe, Karotte oder Kürbis nippen die Gourmets in Haubenlokalen.

So ist es kein Wunder, dass er es versteht, seinen Gin mit Dutzenden Kräutern, Beeren, Blüten oder auch Gemüse aufzupeppen. „Gin trinkt man gerne mit Gurke, bei meinem ,Number two‘ ist der Gurkengeist schon drinnen.“ Die Juroren ließen dafür Gold springen, ebenso für den Rosmarin-Gin und den Melonen-Gin.

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