Bankraub in Korneuburg: Wieso ein E-Scooter das Rätsel lösen könnte
Der Bankräuber an sich gehört zu einer immer seltener werdenden Spezies. In einem Bundesland wird das ganz besonders deutlich. Drei Jahre lang - 2023, 2024 und 2025 - gab es in Niederösterreich keinen einzigen Banküberfall.
Nach mehr als drei Jahren ist diese Serie im heurigen Jänner zu Ende gegangen, als ein Mann die Raiffeisenbank Haringsee im Bezirk Gänserndorf überfiel. Der 48-Jährige wurde wenige Wochen später geschnappt.
Angestellte schwer misshandelt
Vor drei Wochen ereignete sich schließlich erneut ein Bankraub. Die Raiffeisenbank am Korneuburger Hauptplatz war am Freitag, den 19. Juni gegen 14.10 Uhr Schauplatz eines Überfalls. Der Täter ging dabei laut Ermittlern äußerst skrupellos und brutal vor. Der maskierte Mann sei zielstrebig am Empfangsschalter vorbei direkt in das Büro einer Angestellten gegangen, so die Kriminalisten.
Opfer im Krankenhaus
Dort schloss er die Bürotüre von innen ab und nötigte die Frau zur Herausgabe des im Büro-Tresor verwahrten Geldes. Die Beute packte er in eine mitgebrachte Sporttasche. Danach zwang er die Mitarbeiterin, sich auf den Boden zu legen, in weiterer Folge schlug er mehrmals auf das Opfer ein. Das verletzte Opfer musste später in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der dunkel gekleidete Täter war mit einer FFP2-Maske vermummt und flüchtete mit einem E-Scooter. Auf dem Roller ruhen nun die größten Hoffnungen der Kriminalisten, den Fall vielleicht bald klären zu können. Im Zuge einer Suchaktion wurde das Fluchtfahrzeug nach dem Bankraub in Korneuburg entdeckt.
Hilfe von Kommissar DNA?
Tatort-Spezialisten des NÖ Landeskriminalamtes (LKA) ließen nichts unversucht, auf dem Scooter wertvolle Spuren zu sichern. Derzeit befinden sich diese in einem DNA-Labor zur Auswertung. Sollte der Täter bereits einmal erkennungsdienstlich behandelt worden sein und sein genetischer Fingerabdruck in der Datenbank des Innenministeriums gespeichert sein, stehen die Chancen gut, den Kriminellen bald zu fassen. Das LKA erhofft sich jedenfalls nähere Aufschlüsse durch die DNA-Auswertung.
Wer wird gesucht?
Der gesuchte Mann soll rund 1,75 Meter groß und zwischen 30 und 45 Jahre alt sein, er sprach Hochdeutsch ohne Dialekt oder Akzent. Vonseiten der Polizei wurde um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung an das Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-303333 gebeten.
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