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Chronik Niederösterreich
11/03/2021

Bankraub in Laa: Warten auf Auslieferung des verdächtigen Slowaken

41-Jähriger mit Beute und Tatwaffe an der tschechischen Grenze erwischt. Er war nach dem Überfall mit einem Rad geflüchtet.

von Patrick Wammerl

Nach einem bewaffneten Banküberfall am Dienstag in Laa a.d. Thaya (Bezirk Mistelbach) sind am Mittwoch Details zu dem Raub bekannt geworden. Der Verdächtige war mit dem Fahrrad über die Grenze nach Tschechien geflüchtet. Der Slowake wurde etwa eine halbe Stunde nach dem Raub im Nachbarland von Einsatzkräften festgenommen. Dabei wurden die Beute vom Überfall sowie eine Tatwaffe und Tatbekleidung gefunden und sichergestellt, berichtete die Polizei am Mittwoch. Das Geldinstitut war bereits zum zweiten Mal Schauplatz eines Raubüberfalles. Bereits im Sommer 2020 wurde die Filiale von einem unbekannten Mann mit einer Bombenattrappe ausgeraubt. Der Täter wurde bis dato nicht gefasst. Ob es sich um dieselbe Person handelt, ist nun Gegenstand der Ermittlungen des nö. Landeskriminalamtes.

Der Mann trug bei dem Raub am Dienstag eine Kapuzenjacke sowie einen Mund-Nasen-Schutz und war mit einer Pistole bewaffnet, als er kurz vor 12.00 Uhr die Bankfiliale in der Stadt an der Grenze zu Tschechien betrat. Nachdem er ein Kundengespräch am Kassenschalter abgewartet hatte, bedrohte er einen 60-jährigen Angestellten und forderte Bares. Der Mitarbeiter übergab ihm Geld, das der Räuber in eine mitgebrachte Tasche stopfte, bevor er die Flucht ergriff. Der 60-Jährige wurde nicht verletzt, erlitt aber einen schweren Schock.

Europäischer Haftbefehl

Ermittlungen und eine Alarmfahndung ergaben, dass der Täter wahrscheinlich mit einem Fahrrad Richtung tschechische Grenze geflüchtet sei. Daraufhin wurden die Polizeibehörden im Nachbarland alarmiert. Im Zuge der Fahndung wurde der Slowake kurz vor 12.30 Uhr von der tschechischen Polizei festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg erließ einen europäischen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Seine Auslieferung an Österreich wird beantragt.

Raubermittler des Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen übernommen. Sie wollen klären, ob der 41-Jährige mit weiteren Taten in Verbindung steht, sagt Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Überprüft wird beispielsweise ein Zusammenhang mit dem Überfall vor einem Jahr. Damals hatte der Täter einen Zettel, auf dem „Überfall, Habe Waffen und Dynamit, Alles Geld“ geschrieben stand, an die Plexiglasscheibe eines Schalters gedrückt. Nach dem Raub wurde ein Lichtbild des Verdächtigen veröffentlicht, für Hinweise wurden 1.000 Euro als Belohnung ausgelobt.

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