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Flugzeugabsturz mit zwei Toten: Polizei befragt 15-jährige Insassin

Die Funksprüche des Piloten geben Aufschlüsse über die Absturzursache. 15-jährige Insassin, die überlebte, konnte das Spital bereits verlassen.
Das Wrack der Maschine vor dem Abtransport nach Wien zur Untersuchung.

Nach dem Flugzeugabsturz mit zwei Toten am Sonntag in Niederösterreich gibt es 48 Stunden danach eine positive Nachricht. Jenes 15-jährige Mädchen, das wie durch ein Wunder beinahe unverletzt aus dem schwer demolierten Wrack der zerschellten Maschine kletterte, konnte bereits das Krankenhaus verlassen. Sie wurde bereits am Montag in häusliche Pflege entlassen, bestätigt Polizeisprecher Stefan Loidl.

Der bei der Flugunion Seitenstetten (Bezirk Amstetten) gebuchte Rundflug über die Seenlandschaft des Salzkammergutes sollte ein freudiger Anlass zur Firmung der 15-Jährigen sein. Geendet hat er in einer Tragödie. An Bord der Maschine waren neben dem 47-jährigen Piloten Michael K. drei Passagiere - das 15-jährige Mädchen, ihr 41-jähriger Onkel sowie dessen 47-jährige Lebensgefährtin.

41-Jähriger kam auf die Intensivstation

Die Maschine stürzte in der Ötscherregion im Bezirk Scheibbs Sonntagvormittag in unwegsames Gelände - wie berichtet, vermutlich auf Grund eines technischen Gebrechens. Der Pilot und die 47-jährige Insassin starben, Onkel und Nichte überlebten den Crash.

Während der 41-Jährige schwer verletzt auf die Intensivstation geflogen wurde, kam die 15-Jährige mit Blessuren und leichten Verletzungen davon. Um weitere Aufschlüsse zum genauen Hergang des Absturzes zu bekommen, soll das Mädchen so bald wie möglich durch die Polizei befragt werden, erklärt Loidl.

Der Pilot Michael K. hatte im Oktober 2024 die Prüfung für die Privatpiloten-Lizenz positiv abgelegt. Im Herbst 2025 machte er außerdem die Prüfung für den „Touring Motor Glider“, also für eine bestimmte Klasse von Motorseglern.

Das Wrack wurde zur Untersuchung nach Wien gebracht.

Das Wrack wurde zur Untersuchung nach Wien gebracht.

Verlust des Öldrucks und Ausfall des Motors

Mittlerweile gibt es die ersten gesicherten Informationen, was vermutlich zu dem tödlichen Flugzeugabsturz geführt hat. Die letzten beiden Funksprüche des Privatpiloten zeichnen ein eindeutiges Bild.

Wie erfahrene Ermittler und Experten der Flugsicherung gegenüber dem KURIER bestätigen, hat Pilot Michael K. vor dem Absturz Sonntagvormittag zwei eindeutige Funksprüche abgesetzt. Zunächst meldete er den Verlust des Öldrucks.

Bei einem zweiten Funkspruch wenig später meldete er einen „Totalausfall“ des Motors. Eine Außenlandung war nicht mehr möglich. Die einmotorige Piper 28 Archer der Flugunion Seitenstetten-Biberbach zerschellte wenig bei Gaming an einem Bergrücken.

Das Wrack der Maschine vor dem Abtransport nach Wien zur Untersuchung.

Das Wrack der Maschine vor dem Abtransport nach Wien zur Untersuchung.

Das Landeskriminalamt Niederösterreich führt die Erhebungen, die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes versucht, die genaue Absturzursache zu klären. Zu diesem Zweck wurde das Wrack noch am Sonntag in ein Lager nach Wien gebracht, wo jeder kleinste Teil der Maschine untersucht werden soll. Bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt, wird es Monate dauern.

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