150 Hochwasserprojekte mit einem Investitionsvolumen von 320 Millionen Euro sollen bis 2023 verwirklicht werden

© APA/HELMUT FOHRINGER

Investitionen
06/16/2020

930 Millionen Euro für Schutz vor oder Versorgung mit Wasser

1.500 „wässrige“ Projekte werden bis 2023 umgesetzt

von Wolfgang Atzenhofer

Einwandfreies Trinkwasser, Bewässerung zur Lebensmittelproduktion auf den Feldern oder der Hochwasserschutz – der Umgang mit Wasser gehört zur elementaren Daseinsvorsorge. In NÖ werden deshalb bis 2023 940 Millionen Euro in die verschiedenen Bereiche der Wasserwirtschaft investiert. Mit über 1.500 Projekten würden in jeder Gemeinde zwei bis drei Projekte verwirklicht, kündigten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihr Vize Stephan Pernkopf an.

Wasser sei Segen, könne aber auch zum Fluch werden, sagte die Landeshauptfrau. „Es sind Wasserprojekte zum Wohl und Schutz der Bevölkerung, die vor allem den Gewässerschutz und Hochwasserschutz nach vorne bringen“, erklärte sie. Vom fast eine Milliarde Euro schweren Paket tragen die Gemeinden und Projektträger mehr als die Hälfte. Das Land bringt 160 Millionen Euro, der Bund 266 Millionen ein. Aktuell bescheren die Projekte auch wertvolle Wirtschaftsimpulse, sagte Mikl-Leitner. Sie und Pernkopf verwiesen auch auf die Folgen des Klimawandels. Trockenheit und sinkende Grundwasserpegel machen den Bau langer Trinkwasserleitungen notwendig. Unter den 580 Bauvorhaben findet sich etwa eine 30 Kilometer lange Leitung im Waldviertel oder eine 70 Kilometer lange in der Buckligen Welt.

Abwasserreinigung

Dass die EU die Qualität der nö. Badeseen lobt, sei ein Erfolg der Abwasserbeseitigung, schilderte Pernkopf. 730 Projekte werden in diesem Segment umgesetzt. Hauptsächlich geht es um die Sanierung von Klär- und Pumpanlagen.

Mit letzten großen Schutzbauten an der Donau und vielen kleineren Damm- oder Beckenbauten stehen noch 150 Hochwasserschutzbauten bis 2023 in NÖ an. Dann sei das landesweite Schutzprogramm, in das seit 2002 1,2 Milliarden Euro geflossen sind, eigentlich abgearbeitet, erklärte Pernkopf.

Gegen Starkregenereignisse, wo wie zuletzt in Karlstein, wo in einer Dreiviertelstunde 110 Liter Regen pro Quadratmeter niederprasselte, sei man aber auch mit Schutzbauten machtlos, sagte Pernkopf.

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