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Chronik Burgenland
05/29/2019

Regen als Segen? Kaum positive Auswirkungen aufs Grundwasser

Die Niederschläge sorgen für kurzfristige Entspannung. Auf Quellen oder Grundwasser hat das aber keine nachhaltigen Effekte.

von Michael Pekovics

Aufgrund der Regenmengen der vergangenen Tage und Wochen hat sich die gesamte Niederschlagsmenge wieder dem langjährigen Durchschnitt angenähert, im Mai gab es im Burgenland insgesamt 17 Regentage.

Nachhaltige positive Effekte auf den Grundwasserspiegel oder die Quellschüttungen erwartet Christian Portschy, Geschäftsführer des Wasserverband Südliches Burgenland (WVSB), aber nicht: „Die positiven Auswirkungen zeigen sich eher am niedrigen Verbrauch, schließlich wurde in den vergangenen Wochen nicht viel gegossen und auch viele Pools sind noch nicht befüllt.“

Mehr Infrastruktur im Südburgenland

Um die Versorgungssicherheit im Südburgenland auch dann zu gewährleisten, wenn der Wasserverbrauch hoch ist, wurde unlängst mit dem Bau einer vier Kilometer langen Wasserleitung zwischen Oberwart und Kemeten begonnen. Diese soll in weiterer Folge Teil einer Ringleitung werden, die die beiden Wasserwerke in Oberwart und Pinkafeld künftig miteinander verbinden soll.

Zunächst geht es laut Portschy aber darum, die Wasserversorgung des boomenden Gewerbegebiets Kemeten zu gewährleisten. Durch durch den hohen Wasserverbrauch einiger Unternehmen kommt es hier immer wieder zu Druckschwankungen. „Durch die Ansiedelung neuer Betriebe steigt außerdem der Grundbedarf. Natürlich geht es auch darum, im Fall des Falles ausreichend Löschwasser zur Verfügung stellen zu können“, sagt Portschy.

Zwei Partner, um Kosten zu sparen

Der erste Teilbereich dieser Transportleitung ist 4,1 Kilometer lang, der Innendurchmesser der Rohre beträgt 25 Zentimeter. Verlegt werden diese in einer Tiefe von rund 1,5 Meter, rund 850.000 Euro werden investiert. Um die Kosten zu reduzieren, hat sich der Wasserverband Südliches Burgenland zwei Partner geholt: die Energie Burgenland, die bereits ein Kabel in diesem Bereich verlegt hat, und die Stadtgemeinde Oberwart, die auf dieser Strecke einen Radweg plant.

Wann der Bau der 35 Kilometer langen Lafnitztal-Schiene zwischen Oberwart und Pinkafeld starten kann, steht noch in den Sternen. Auch deshalb, weil sich „die Kosten in einer anderen Liga bewegen“, wie Portschy sagt. Aus heutiger Sicht würde die Leitung von Kemeten über Markt Allhau, Buchschachen, Loipersdorf und Grafenschachen bis nach Pinkafeld führen.

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