© Thomas Lenger

Chronik Burgenland
08/13/2020

Tödliches Gewaltdelikt in Mörbisch: 28-Jähriger festgenommen

22-Jähriger wurde ertränkt. Ein 28-jähriger Bekannter des Opfers, ein Niederösterreicher, wurde festgenommen. Er zeigte sich nicht geständig.

von Claudia Koglbauer-Schöll, Patrick Wammerl

Seit Montag beschäftigt der Tod eines 22-jährigen Nordburgenländers in Mörbisch am See (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) die Ermittler des Landeskriminalamts Burgenland. Am Donnerstag wurde ein 28-jähriger Mann festgenommen:  Er steht im Verdacht, den 22-Jährigen ermordet zu haben. 

Bei dem Tatverdächtigen – es gilt die Unschuldsvermutung –  handelt es sich um den 28-jährigen Kevin A. aus Mannersdorf am Leithagebirge. Der Beschuldigte und das Opfer waren gute Bekannte und dürften seit Jahren versucht haben, sich mit einem regen Autohandel und -verschiebungen zwischen Österreich und der Slowakei ein Zubrot verdient zu haben. Laut Kriminalisten sei es dabei auch um Drogengeschäfte gegangen. Im Zuge dieser Geschäfte sollen sich Kevin A. und das Opfer um finanzielle Angelegenheiten gestritten haben, soweit das mögliche Motiv. Indizien, dass es bei der tödlichen Auseinandersetzung auch um Geld ging, sind für die Ermittler die fehlenden Wertgegenstände. Unter anderem fehlte am Tatort eine teure Uhr und vermutlich auch eine größere Summe Bargeld. Kevin A. gilt jedenfalls als dringend tatverdächtig und wurde bereits in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert. Die Spurensicherung der Tatortgruppe ist dabei mögliche DNA Spuren am Auffindungsort der Leiche zu überprüfen.

„Die ersten Hinweise auf Fremdverschulden haben sich bestätigt“, sagt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt, Petra Bauer Donnerstagnachmittag zum KURIER. Die Obduktion hat ergeben, dass gegen das Opfer stumpfe Gewalt gegen den Kopf ausgeübt worden  war. „Das war aber nicht die Todesursache. Der Mann wurde gewaltsam unter Wasser gehalten und ertränkt“, sagt Bauer.  Als die Beamten im Umfeld des Opfers zu ermitteln begannen, seien sie  auf den Verdächtigen gestoßen.

Nacht auf Montag

Wie berichtet, war  Montagfrüh in der Nähe einer Kläranlage  die Leiche des 22-Jährigen von Spaziergängern  gefunden worden. Etwa  200 Meter entfernt stand sein Auto. Der Mann lag mit dem Gesicht nach unten in einem Graben mit Wasser. Wenige Stunden davor hätte sich die Gewalttat ereignet. Der Mann war am Montag  –  anders als sonst  –  nicht am Arbeitsplatz erschienen, seine Freundin  wurde verständigt. Noch ehe eine Vermisstenanzeige erstattet werden konnte, wurde seine Leiche gefunden.

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