850 Autofahrer wurden beim Planquadrat im Burgenland in der Nacht auf Samstag kontrolliert.

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Chronik | Burgenland
04/23/2019

Planquadrat: Führerschein-Neuling mit 197 km/h geblitzt

Arbeitsintensives Osterwochenende für die Polizei: Neben einigen Rasern wurden auch 7 Alko-Lenker aus dem Verkehr gezogen.

14 Unfälle mit 15 Personen passierten im Burgenland über die Osterfeiertage, einen Verkehrstoten gab es zum Glück nicht. Wohl aber waren zahlreiche Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs: Über das gesamte Wochenende wurden allein im Burgenland über 5.200 Raser geblitzt. Insgesamt kam es zu 18 Anzeigen wegen Alkohols am Steuer, 12 Führerscheine wurden an Ort und Stelle abgenommen.

Am Dienstag zog die Landesverkehrsabteilung Burgenland Bilanz über die jüngste Schwerpunktaktion am Karsamstag, bei der insgesamt 64 Beamte im Einsatz waren. 830 Fahrzeuglenker wurden kontrolliert, 761 Alkomat- beziehungsweise Akovortests wurden durchgeführt. 7 kontrollierte Lenker hatten über 0,8 Promille Alkohol im Blut, ihnen wurde der Führerschein an Ort und Stelle abgenommen.

Der höchste Alkoholwert wurde bei einem 32-jährigen Mann aus dem Bezirk Eisenstadt gemessen, er hatte 1,86 Promille Alkohol im Blut. Insgesamt wurden 107 Anzeigen und 233 Organstrafverfügungen ausgestellt, außerdem wurden 210 Radaranzeigen erstattet.

Raser im Osterverkehr

Erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen gab es im Bezirk Oberpullendorf, wo ein 65-jähriger Mann auf der B61a im Gemeindegebiet von Oberloisdorf mit 170 km/h statt der erlaubten 100 km/h unterwegs war. Eine 27-jährige Lenkerin fuhr auf der B55 im Gemeindegebiet von Pilgersdorf statt der erlaubten 100 km/h mit 168km/h. Beide wurden angezeigt.

Im Bezirk Jennersdorf wurde auf der B57 im Gemeindegebiet von Sankt Martin an der Raab ein Probeführerscheinbesitzer mit seinem Motorrad mit einer Geschwindigkeit von 197 km/h statt der erlaubten 100 km/h gemessen. Der Lenker wurde angehalten und ein Führerscheinentzugsverfahren eingeleitet.

Unfall unter Drogeneinfluss

Am Ostermontag ereignete sich außerdem ein Verkehrsunfall in Trausdorf. Ein 33-jähriger Lenker aus Niederösterreich war mit seinem Pkw auf der S31 in Richtung Eisenstadt unterwegs. Während der Fahrt schlief er ein und kollidierte mit dem Fahrzeug eines 52-jährigen Lenkers aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung.

Wie sich später herausstellte, hatte der Unfalllenker sowohl Alkohol getrunken als auch Drogen konsumiert. Dem 33-Jährigen wurde der Führerschein abgenommen, er wurde angezeigt.

Unfall am Osterwochenende

In Stegersbach wurde am Ostermontag ein Neunjähriger bei einem Unfall mit einem Quad schwer verletzt. Der Bub war mit einem 30-Jährigen am Gelände des Modellflugplatzes Stegersbach mit dem Fahrzeug unterwegs. Der 30-Jährige verlor die Kontrolle über das Quad und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mauer des Modellflug-Vereinshauses.

"Der neunjährige Beifahrer wurde durch den Aufprall über den Lenker gegen das Gebäude geschleudert", sagt ein Polizeisprecher. Der Bursche erlitt schwere Verletzungen im Kopf- und Schulterbereich und wurde ins Krankenhaus nach Oberwart gebracht. Am Vereinshaus entstand schwerer Sachschaden, auch das Quad wurde erheblich beschädigt. Der Lenker des Quad blieb unverletzt,  beide Unfallbeteiligten hatten keinen Helm auf.

Drogen und Alkohol in den Bundesländern

Auch in Oberösterreich gab es am Osterwochenende Verletzte im Straßenverkehr. Ein 20-Jähriger wurde etwa auf der Donau Straße (B3) in Mauthausen (Bezirk Perg) mit 140 statt der erlaubten 70 km/h sowie mit mehr als 1,3 Promille erwischt.

Auf der Linzer Straße (B1) in Hörsching (Bezirk Linz-Land) war ein Drogenlenker ohne Führerschein unterwegs - den hatte er bereits vor acht Monaten abgeben müssen, was ihn allerdings nicht daran hinderte sich wieder hinters Steuer zu setzen. Ein Führerscheinneuling, der auf der B1 in Wels mit 135 statt 70 km/h unterwegs war, war die Lenkberechtigung nach drei Wochen gleich wieder los. Zudem wurden zwei weitere durch Drogen beeinträchtigte Lenker erwischt.

In einigen Fällen verursachten betrunkene Lenker aber auch Unfälle mit Verletzten: In Tiefgraben (Bezirk Vöcklabruck) kollidierte Montagabend ein alkoholisierter 30-jähriger Pkw-Fahrer mit einem 16-jährigen Mopedlenker. Der Jugendliche stürzte in ein Feld und erlitt unter anderem eine schwere Schnittverletzung am linken Fuß. Er wurde in das Unfallkrankenhaus nach Salzburg gebracht. Der Autolenker hatte 2,02 Promille intus. Ihm wurde der Führerschein abgenommen.

In Stadl-Paura (Bezirk Wels-Land) stürzte Montagabend ein 40-jähriger Mopedlenker - laut seinen Angaben weil er einer Katze ausgewichen war - und verletzte sich. Der Mann hatte 1,78 Promille und keine gültige Lenkberechtigung.

In Niederösterreich überschlug sich ein 49-Jähriger, der sich in Himberg (Bezirk Bruck a.d. Leitha) mit seinem Auto überschlug, hatte laut Polizei 2,32 Promille intus. Ihm wurde ebenso der Führerschein vorläufig abgenommen wie einem Pkw-Lenker, der im alkoholisierten Zustand in Kemmelbach (Bezirk Melk) mit einem Biker kollidiert war.

Mit 1,7 Promille war laut Aussendung vom Dienstag jener 19-Jährige unterwegs, der Samstagfrüh in seinem Heimatbezirk Hollabrunn entlang der L42 zwischen Groß und Sitzendorf mit seinem Pkw gegen einen Baum stieß. Der verletzte Lenker konnte sich selbst aus dem Wagen befreien. Das Fahrzeug fing nach dem Unfall Feuer und brannte aus, die Feuerwehr löschte die Flammen. Der Lenker wurde ins Landesklinikum Horn gebracht.