Die Bioenergie Burgenland wurde saniert, mit sechs Standorten und 12 Mitarbeitern geht`s weiter

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Sanierung
11/12/2013

Neustart für Bioenergie

Gläubiger erhalten 20 % plus Superquote; neue Eigentümer

von Thomas Orovits

Die Bioenergie Burgenland kann neu durchstarten. 2012 schlitterte das Unternehmen in die Insolvenz, Forderungen von knapp 80 Gläubigern über 33 Millionen Euro wurden anerkannt. Am Montag wurde der von Masseverwalter Klaus Dörnhöfer im Landesgericht Eisenstadt vorgelegte Sanierungsplan akzeptiert, die Gläubiger erhalten 20 % plus 1,125 Mio. € Superquote.

Neu ist auch die Eigentümerstruktur, Energie Burgenland (EB) und Bank Burgenland (BB) sind Gesellschafter (der KURIER berichtete). Esterházy, Waldverband und Landwirtschaftskammer scheiden aus. Als Begas-Nachfolgerin hielt die EB bereits 49 % an der Bioenergie, BB und Bawag waren finanzierende Banken. Die BB übernimmt die Anteile der ausgeschiedenen Gesellschafter und gibt einen Teil an die Energie Burgenland weiter, sodaß diese künftig 62 und die Bank Burgenland 38 Prozent hält. Bis Mitte Dezember sollte die kartellrechtliche Genehmigung vorliegen. Mittelfristig dürfte die EB Alleingesellschafter werden. Die Bioenergie betreibt derzeit drei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und drei Biomassewerke vor allem rund um Eisenstadt und hat 12 Mitarbeiter. Rund 1,5 Millionen Euro wurden zuletzt in die technische Ertüchtigung investiert, die neuen Eigentümer werden noch einmal mehr als eine Million € zuschießen

Die Superquote ist Teil jener 2,64 Mio. €, die der Tiroler Anlagenbauer Ortner im Frühjahr an die EB überwiesen hat und die auf einem Treuhandkonto lagen. Ortner hatte ab 2006 im Auftrag von Firmen im Begas-Umkreis – darunter Bioenergie – Kraftwerke errichtet und Vorleistungen der Burgenländer mit Provisionszahlungen abgegolten. Ex-Begas-Chef Rudolf Simandl wollte anstelle offener Provisionen von Ortner 1,32 Mio. Euro bar. Weil unklar ist, was damit passierte, zahlte Ortner nochmal an die Energie Burgenland. Am 7. November wurden 1,125 Millionen davon an die Bioenergie überwiesen. Das Geld wäre selbst der Begas nie zugestanden, die Provisionen hätten die Projekte nur „künstlich verteuert“. Die verbleibenden 1,52 Millionen € bleiben auf dem Treuhandkonto, wem sie zustehen, soll ein Sachverständiger klären, hieß es aus der EB.Von den Forderungen über 33 Mio. € entfallen 24 auf Bank Burgenland und Bawag, die zehn Mio. abschreiben, 13 Mio. soll die Bioenergie in 10 bis 15 Jahren zurückzahlen.

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