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Chronik Burgenland
11/16/2020

Nach Bank-Pleite: Ex-Stangl-Mitarbeiter retten 56 Jobs

Neue Firma LuSt übernimmt Mitarbeiter und Aufträge. Land beteiligt sich.

von Kid Möchel, Thomas Orovits

Es gibt auch gute Nachrichten im Zusammenhang mit der Commerzialbank: Für das im Zuge der Bankpleite in den Konkurs geschlitterte Unternehmen „Fassadenprofi Stangl“ gibt es eine Auffanggesellschaft. LH Hans Peter Doskozil hatte am vergangenen Donnerstag in der Budgetrede im Landtag erwähnt, das Land wolle sich bei der Nachfolgefirma mit 25 Prozent beteiligen. Der KURIER hat die Details.

Zwei langjährige Mitarbeiter der Pöttschinger Firma, Sebastian Stangl und Karl Lux, haben die LuSt Malereibetrieb & Vollwärmeschutz Gmbh gegründet und 56 der 138 Mitarbeiter des insolventen Fassadenprofi übernommen.

Die insolvente Firma war Kreditnehmer der Commerzialbank und Sponsor des SV Mattersburg. Rund 2,9 Millionen Euro betrugen die Passiva bei Konkurseröffnung. Den Vorwurf, er habe jahrelang von Ex-Bank- und SVM-Boss Martin Pucher Bargeld bekommen, bestreitet „Fassadenprofi“ Christian Stangl.

Neustart

Die neue Firma LuSt will einen kompletten Neustart. Sebastian Stangl ist ein Neffe des früheren Firmenchefs, grenzt sich aber klar ab: „Ich war langjähriger Mitarbeiter und will gemeinsam mit einem Kollegen möglichst viele Arbeitsplätze retten und das Unternehmen im Burgenland halten“, sagt Sebastian Stangl zum KURIER. Mit der Firma LuSt habe sein Onkel „null zu tun“.

Das Land werde sich bei LuSt beteiligen, die genaue Höhe stehe noch nicht fest, man sei in finalen Verhandlungen, loben Karl Lux und Sebastian Stangl das unbürokratische Entgegenkommen von Landeshauptmann und Wirtschaft Burgenland.

Von den 56 übernommenen Mitarbeitern seien 18 über 50 Jahre alt, man wolle aber auch Lehrlinge ausbilden. Offene Baustellen der alten Firma wurden von LuSt Malerei und Vollwärmeschutz schon übernommen. „Wir arbeiten stark mit burgenländischen Siedlungsgenossenschaften zusammen und wollen beitragen, dass es auf den Baustellen keine Verzögerung gibt“, sagt Lux. Der Masseverwalter der insolventen Vorgängerfirma habe LuSt erlaubt, bis einschließlich Jänner deren Firmengelände zu nutzen. Sebastian Stangl und Karl Lux wollen jedenfalls im Bezirk Mattersburg bleiben, am liebsten in Pöttsching.

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