Das Weihnachtshaus lockt seit Jahren Besucher aus ganz Österreich ins Südburgenland.

© Gollnhuber

Chronik Burgenland
11/21/2021

Leuchten trotz Lockdown: Ein Haus mit Hunderttausenden Lichtern

Seit mehr als 20 Jahren schmückt Sabine Gollnhuber ihr Haus in Sulzriegel im Südburgenland – das ist auch heuer nicht anders.

von Roland Pittner

Mehr als 700.000 Lichter, bis zu neun Meter hohe aufblasbare Weihnachtsfiguren, Engel und ein Weihnachtsmann mit Namen „Dosko“ hat Sabine Gollnhuber in und an ihrem Haus in Sulzriegel, Bezirk Oberwart, für die Schaulustigen vorbereitet.

Sechs bis zehn Stunden pro Tag ist die Südburgenländerin seit August dabei, ihren Traum von leuchtenden Weihnachten zu verwirklichen. In den vergangenen Jahren hat sie mit dem Lichterglanz im US-amerikanischen Stil das Stromnetz ausgereizt Die Strahlkraft lockt tausende Schaulustige jedes Jahr an. Für viele Fans ist der Besuch ein Fixpunkt in der Weihnachtszeit.

Am 27. November hätte das Spektakel begonnen – mit Punschstand und mehr als 180 aufblasbaren Figuren. Mit dem neuen Lockdown wird daraus vorerst aber nichts.

Bangen

„Als ich die Neuigkeiten gehört habe, habe ich schon ein paar Tränen vergossen, es ist wieder so wie im vergangenen Jahr“, sagt Gollnhuber doch ein wenig bedrückt.

Im Vorjahr stand während des Lockdowns die Polizei vor dem Weihnachtshaus, um Schaulustige nach Hause zu schicken und Menschenansammlungen zu vermeiden. Mit einer Sicherheitsfirma wäre Gollnhuber heuer bereits auf 2-G-Kontrollen vorbereitet gewesen.

„Ob wir die Leute in unseren Garten lassen dürfen oder nicht, ist unklar“, sagt die Frau. Beleuchtet wird das Weihnachtshaus auf jeden Fall – das steht für den Weihnachtsfan außer Frage. „Das ist ja mein Kindheitstraum, den ich mir jedes Jahr erfülle, und auf meinem Grundstück werde ich das auch heuer tun.“

Fraglich ist, ob sie für ihr Charity-Projekt auch Besucher in ihren Garten lassen darf. Der Erlös des Punschstands kommt jedes Jahr einem Sozialprojekt zugute. Heuer wäre er für die Special Olympics gespendet worden.

Da am Haus ein Wanderweg vorbeiführt, sei dieser auf jeden Fall zu benützen „ich bin guter Hoffnung, wenn die Leute spazieren gehen dürfen, dass sie unser Haus im Vorbeigehen bewundern können“, erklärt Gollnhuber.

Sicherheitsfirma

Derzeit warte sie noch auf die Maßnahmenverordnung und hofft auf einen Start ab 13. Dezember, wenn der Lockdown – laut derzeitigem Plan – spätestens beendet ist. „Ich habe schon alle Veranstaltungsgebühren bezahlt, wir werden versuchen, dann bis Mitte Jänner für Besucher geöffnet zu haben. Denn die Leute wollen das Weihnachtshaus sehen und mit ihren Kindern etwas unternehmen“, erklärt Gollnhuber.

700 Tausend Lichter lassen das Weihnachtshaus in Sulzriegel, einem Ortsteil von Bad Tatzmannsdorf, weihnachtlich erstrahlen. Ab August beginnt der Aufbau der Deko bei Familie Gollnhuber.

180 Figuren die mit Luft aufgeblasen werden und bis zu neun Meter hoch sind, hat Gollnhuber über die Jahre angesammelt. Es ist eine der größten Sammlungen an aufblasbaren Figuren in Europa.

10 Jahre gibt es bereits die Charity-Aktion Weihnachtshaus Bad Tatzmannsdorf.

Das heurige Motto des Weihnachtshauses ist 100 Jahre Burgenland, passend zum Jubiläumsjahr. „Wir wollen bei der Eröffnung die neue Burgenlandhymne von Christian Kolonovits spielen und begrüßt werden die Gäste von Santa Dosko, seiner Frau Julia samt Baby und ihrem Freund Schneemann Hanspeter“, sagt Sabine Gollnhuber.

Aber auch ein weihnachtlicher Dinosaurier, der „Santa Tyrex“, wird zu bewundern sein.

Zu Ostern

„Wir werden die Deko sicher nicht abbauen, und wenn wir zu Ostern für die Gäste aufmachen“, sagt Gollnhuber.

www.weihnachtshaus.org

Lichterglanz im Lockdown-Modus

Nur wenige Kilometer entfernt vom Weihnachtshaus kommen Fans  der bunten Weihnacht ebenfalls jedes Jahr auf ihre Kosten. In Spitzzicken, Bezirk Oberwart, hat sich der amerikanische Lichterschmuck bei vielen Häusern etabliert. Kolonnenverkehr durch den 200-Einwohner-Ort ist in der Vorweihnachtszeit keine Seltenheit.

„Heuer werden wir von der Gemeinde wieder nichts  machen können, die öffentlichen Plätze bleiben finster. Es ist    sehr schade“, erklärt Ortsvorsteher Reinhard Kuktits.  Wegen der Pandemie und dem neuerlichen Lockdown gibt es keinen Punschstand. „Es werden   sicher einige Privatleute  ihre Häuser schmücken, es wird schon was zum Schauen geben“, sagt Kuktits.   

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