Chronik | Burgenland
08.03.2018

Lehrling stach im Streit um Mädchen zu

In Eisenstadt eskalierte Mittwochabend ein Streit zweier Lehrlinge

Am Mittwoch gegen 21.15 Uhr gerieten zwei Lehrlinge im Internat der Berufsschule Eisenstadt in Streit, in dessen Verlauf ein 17-Jähriger aus dem Bezirk Neusiedl am See einem 16-Jährigen aus dem Bezirk Güssing zunächst einen Faustschlag versetzte. Gegen 23 Uhr eskalierte der Streit vollends und der ältere Bursch stach dem Jüngeren mit einem Messer in den Brust- und Bauchbereich, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht und operiert, Lebensgefahr bestand keine. Der 17-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen und wurde am Donnerstagvormittag von Beamten des Landeskriminalamtes Burgenland einvernommen. Ob U-Haft verhängt wird, war zunächst noch offen.

Wie der KURIER aus dem Umfeld der Kontrahenten erfuhr, soll Eifersucht Auslöser für die Tat gewesen sein. Demnach war der Angreifer, ein Bäckerlehrling aus dem Nordburgenland, auf den angehenden Einzelhandelskaufmann aus dem Südburgenland wütend, weil ihm der die Freundin ausgespannt haben soll. Im Internat, in dem rund 120 Jugendliche untergebracht sind, kam es dann am Mittwochabend auf einem Gang zur Konfrontation und der 17-Jährige stach mit einem kleinen Taschenmesser mit einer rund vier Zentimeter langen Klinge zu. Ein Erzieher war in der Nähe und griff sofort ein. "Wir haben im Haus einen Krisenfahrplan, der gut funktioniert hat", lobt Berufsschuldirektor Johannes Fenz seine Mitarbeiter.

Im Vorfeld soll es mit den beiden Jugendlichen nie Probleme gegeben haben. Was abseits der strafrechtlichen Vorwürfe mit dem mutmaßlichen Angreifer passiert, ist noch offen, des Internats dürfte er aber verwiesen werden.