© Peter Wagner

Chronik Burgenland
09/30/2021

Filmpremiere in Oberwart: Bahnstrecke voller Erinnerungen

Regisseur Peter Wagner präsentiert Film „Gehen unter schwebendem Geleise“ im Oberwarter Dieselkino.

von Roland Pittner

Am 27. September 2020 brach Peter Wagner auf, um die Bahnstrecke zwischen Oberwart und Oberschützen zu Fuß zu erkunden. Was Wagner auf seiner Schienenwanderung erlebte und welche Erinnerungen er dabei hatte, hat er in dem Film „Gehen unter schwebendem Geleise“ vereint.

Am 30. September, etwas über ein Jahr nach seiner Wanderung, wird der Film nun im Dieselkino Oberwart Premiere feiern.

Die überwucherten Gleise, die von Gebüsch, Bäumen und Gräsern verschlungen wurden, führten den Autor unter anderem zu seinen Kindheitserinnerungen. „Bald war auch klar, dass es nicht nur mit dem Gang in die eine Richtung nach Oberschützen getan sein konnte. Es musste auch der in die andere Richtung folgen, nämlich jener nach Rechnitz“, sagt Wagner. Begleitet hat ihn eine Kamera in der Luft und eine am Boden.

Alte Videos mit neuer Brisanz

Hinzugegeben hat Wagner Bildmaterial alter VHS-Kassetten. Teilweise von kaum noch brauchbarer optischer und akustischer Qualität, erkämpften sich die alten Videos plötzlich wieder neue Brisanz. „Eine VHS-Kassette ist mit der ‚Aktion Zigeunerdenkmal‘ aus dem Jahr 1980 beschrieben, die stammt von einer unbekannten Filmerin, andere sind etwa die Pflöcke-Affaire rund um das Anschlussdenkmal aus dem Jahr 2008 oder Ausschnitte aus der Aufzeichnung ‚März. Der 24.‘ über das Massaker von Rechnitz 1945“, schildert Wagner.

Die Bahnlinie verbindet wichtige Themen, die den Künstler seit fast fünf Jahrzehnten begleiten. Oberschützen mit dem immer noch vorhanden Anschlussdenkmal, Oberwart mit dem Attentat von 1995 oder Rechnitz mit dem Massaker vom Kreuzstadl.

Premiere am 30. September im Dieselkino

Wagner nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise zu Fuß, die über wenige Dutzend Kilometer einer aufgelassenen Bahnstrecke hinweg eine ganz andere Geschichte des jüngsten Bundeslandes erzählt. Die jenseits seiner „sonnigen Werbebilder und des soeben begangenen hochrunden Jubiläums auch etliche problematische Neigungen aufzubieten hat“, meint Wagner.

Uraufführung „Gehen unter schwebendem Geleise“ am 30. September, 19.30 Uhr im Dieselkino Oberwart.

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