2020 soll der AMS-Algorithmus in Echtbetrieb gehen

Arbeitsmarktservice (AMS).

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Burgenland
05/05/2020

Fast doppelt so viele Arbeitslose wie 2019 im Burgenland

Arbeitsmarkt im Zeichen der Corona-Krise. Auch weniger offene Stellen stehen zur Verfügung.

von Stefan Jedlicka

Das Coronavirus hat den Arbeitsmarkt weiter fest im Griff: 13.569 Menschen waren Ende April im Burgenland ohne Job. Das sind 6.205, oder über 84 Prozent, mehr als im April 2019. „Corona ist die bestimmende Komponente“, sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl. Doch sie sieht auch positive Signale: „Die Kurzarbeit wirkt und die Lockerungsbestimmungen bewirken, dass die Betriebe wieder zu arbeiten beginnen.“ Das AMS Burgenland vermittle wieder intensiver. So blieb ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit von März auf April aus – im Vergleich zum Vormonat gab es sogar 245 Jobsuchende weniger. „Die Situation stabilisiert sich“, so Sengstbratl.

„Kurzarbeit wirkt“

„Über 3.000 burgenländische Unternehmen haben bisher die Kurzarbeit beantragt. Das AMS hat inzwischen 2.600 Anträge genehmigt. 130 Firmen haben die erste Teilzahlung schon auf ihrem Konto. Insgesamt wurde bereits eine Million Euro ausbezahlt,“ sagt die AMS-Chefin.

Im Burgenland trifft die Krise alle Regionen stark. In Jennersdorf ist der Zuwachs mit mehr als 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am höchsten. Danach folgt Neusiedl (plus 100 Prozent). Frauen (plus 86 Prozent Arbeitslose) sind etwas stärker betroffen als Männer (plus 83 Prozent). Bei den Jugendlichen bis 24 Jahren und den Ausländern liegt der Zuwachs sogar jeweils bei rund 120 Prozent.

Zu kämpfen haben so gut wie alle Branchen. Am meisten der Fremdenverkehr (1.279 zusätzliche Arbeitslose), der Bürobereich (plus 814), Hilfsberufe (plus 636), Handel (plus 591) und Bau (plus 527).

Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften ist stark gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 488 Stellen weniger gemeldet – das entspricht einem Rückgang um mehr als ein Drittel. Insbesondere im Fremdenverkehr ist das Minus mit 185 Stellen groß. Ein Plus von 71 gemeldeten Stellen verzeichnen hingegen die Hilfsberufe

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