Elfie Semotan ist tot: Fotokünstlerin mit 84 gestorben
Elfie Semotan bei einer Vernissage im Mai 2024.
Elfie Semotan ist tot. Die international renommierte Fotokünstlerin verstarb am Samstag, wie ihre Familie gegenüber dem ORF Burgenland bestätigte. Sie dürfte beim Schwimmen im Freibad Jennersdorf einen Herzstillstand erlitten haben. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen konnte sie nicht mehr gerettet werden. Im Juli hätte Semotan ihren 85. Geburtstag gefeiert.
Geboren wurde Elfie Semotan 1941 in Wels. Nach dem Besuch der Modeschule Hetzendorf zog es sie mit 20 Jahren nach Paris. Nach Jahren als Model wechselte sie Anfang der 1970er-Jahre zur Fotografie. Es folgten Auftragsarbeiten für internationale Mode- und Lifestyle-Magazine sowie Werbekampagnen.
Bekannt wurde Semotan für ihre Porträts und Werbearbeiten. Weniger bekannt sind ihre inszenierten Arbeiten im Wald: Transparente Stoffe umschlingen Bäume, bekleidete Puppen stehen im Gebüsch, bunte Plastikfolien setzen Akzente.
Für ihr Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet und erhielt das Ehrenzeichen der Republik für Wissenschaft und Kunst. Elfie Semotan hinterlässt zwei Söhne. Ein Haus im Jennersdorfer Ortsteil Grieselstein war einer ihrer Wohnsitze. Sie nutzte diesen Rückzugsort bis zuletzt.
„Elfie Semotan war eine Jahrhundertgröße der österreichischen Fotografie, die im Südburgenland eine zweite Heimat gefunden hat“, betonte Doskozil. Mit ihrem unverwechselbaren Blick habe sie Generationen von Fotografinnen und Fotografen geprägt und eine international bemerkenswerte Karriere geschaffen. Gleichzeitig sei sie ihrer Wahlheimat stets eng verbunden geblieben.
Ein Meilenstein dieser Verbundenheit war die Ausstellung „Elfie Semotan. Der doppelte Blick“, die 2024 als erste Schau der neu ausgerichteten Landesgalerie Burgenland eröffnet wurde. Rund 100 Werke aus mehr als fünf Jahrzehnten gaben einen Einblick in ihr Schaffen.
Mit ihrem Tod verliere das Burgenland eine prägende Persönlichkeit der Kulturlandschaft, so Doskozil.
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