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Große Änderung beim E-Laden: Plan für alle burgenländischen Bezirke

Laden wie an der Zapfsäule: Das Burgenland startet ein neues E-Tankstellen-Konzept.
Sechs Personen durchschneiden feierlich ein Band zur Eröffnung einer E-Tankstelle der Burgenland Energie in Mattersburg.

Der Akkustand sinkt, die nächste Lademöglichkeit ist zwar irgendwo eingezeichnet – aber ohne Überdachung, ohne Anzeige, ohne Infrastruktur. Für viele E-Autofahrer gehört diese Suche noch zum Alltag.

In Mattersburg soll sich das nun ändern. Dort ist die erste zentrale E-Tankstelle des Burgenlands eröffnet worden. Das Projekt wurde von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Burgenland Energie-CEO Stephan Sharma und Bürgermeisterin Claudia Schlager vorgestellt.

Die Anlage ergänzt die bestehenden rund 1.000 Ladestationen im Land und ist laut Burgenland Energie die erste E-Tankstelle mit Preisanzeige, Shop und Sanitäranlagen. Unter einem Dach mit Wetterschutz können PKW, LKW und Busse laden.

  • Das neue Konzept sieht vor, künftig in jedem Bezirk eine zentrale Anlage mit Café, WC und Servicebereich zu errichten. Damit soll die Ladeinfrastruktur erweitert und stärker an klassische Tankstellen angelehnt werden.
  • Die E-Tankstelle verfügt über Schnellladesäulen mit bis zu 360 kW sowie eine eigene Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher. Geladen wird mit Wind- und Sonnenstrom aus dem Burgenland zu einem stabilen Fixpreis.

Das bestehende Netz im Burgenland gilt bereits als dicht ausgebaut. Nach Angaben der Burgenland Energie gibt es rund 1.000 Ladepunkte, rechnerisch etwa alle 13 Kilometer eine öffentliche Lademöglichkeit.

Im Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt sich ein unterschiedliches Bild: Wien verfügt über mehrere tausend Ladepunkte und setzt stark auf den Ausbau im urbanen Raum, während Niederösterreich ein flächendeckendes Netz mit Fokus auf Verkehrsachsen aufgebaut hat. Das Burgenland verfolgt hingegen eine Strategie mit breiter Versorgung auch in ländlichen Regionen.

Mit dem neuen Konzept zentraler E-Tankstellen soll das bestehende Netz ergänzt werden. Neben der Ladeinfrastruktur stehen dabei zusätzliche Angebote wie Aufenthaltsbereiche und Serviceeinrichtungen im Mittelpunkt.

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