Nach Eisenstadt: Hier entstehen bald weitere Megawatt-Speicher
Mit einem neuen Batteriespeicher in Eisenstadt hat Burgenland Energie den ersten Großspeicher des Landes in Betrieb genommen.
Mit der Inbetriebnahme des ersten Großspeichers in Eisenstadt hat die Burgenland Energie einen weiteren Schritt zur Energieunabhängigkeit des Landes gesetzt. In den kommenden Tagen sollen auch in Siegendorf, Rechnitz und Oberpullendorf weitere Großspeicher ans Netz gehen.
Der neue Batteriespeicher in Eisenstadt verfügt laut Burgenland Energie über eine Speicherkapazität von fünf Megawattstunden. Dabei handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Speicher in Containerbauweise.
Wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, sollen künftig Batteriespeicher einspringen: Im Burgenland wurde nun die erste Großanlage gestartet.
Burgenland-Energie-CEO Stephan Sharma sprach bei der Inbetriebnahme von einem „Meilenstein zur Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit Burgenlands“. Die heimische Energieerzeugung aus Wind und Sonne solle damit auch dann verfügbar sein, wenn gerade kein Wind wehe oder keine Sonne scheine. Die Energieversorgung werde auf drei Säulen aufgebaut: Wind, Sonne und Speicher.
Batteriespeicher an zehn Standorten in Planung
Bis Mitte 2027 sollen laut Burgenland Energie an insgesamt zehn Standorten im Burgenland Batteriespeicher mit einem Speichervolumen von rund 700 Megawattstunden errichtet werden.
Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner bezeichnete den neuen Speicher als „wichtigen Schritt zur Energieunabhängigkeit“. Die Landeshauptstadt sehe sich als Vorreiter im Bereich erneuerbarer Energie. Viele Projekte würden gemeinsam mit der Burgenland Energie umgesetzt.
Burgenland Energie setzt auf Batteriespeicher für Energieunabhängigkeit und Netzstabilität.
Sharma verwies auf vier zentrale Aufgaben von Batteriespeichern:
- die Synchronisierung von erneuerbarer Stromerzeugung und Verbrauch,
- die Stärkung der Netzstabilität,
- die Erhöhung der Blackout-Resilienz sowie
- eine größere Energieunabhängigkeit vom Ausland.
Überschüsse aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen könnten damit gespeichert und später genutzt werden. Zudem könnten Batteriespeicher im Fall eines Blackouts beim Wiederaufbau des Stromnetzes unterstützen.
Kommentare