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Gemischtes Doppel an der Spitze der Landesholding?

Ex-Raaberbahn-Chefin Hana Dellemann (links) könnte Hans Peter Rucker in der kaufmännischen Geschäftsführung folgen.
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Es ist die wohl langwierigste Personalsuche im Burgenland. Die wirtschaftliche Geschäftsführung der Landesholding – die neben der Burgenland Energie wichtigste Personalie im Konzern Burgenland – ist seit dem Abgang von Hans Peter Rucker vor mehr als einem Jahr unbesetzt. Seither bildet der technische Geschäftsführer Gerald Goger die Solospitze im Wirtschaftsimperium des Landes, das Landeshauptmann und Holding-Aufsichtsratsvorsitzendem Hans Peter Doskozil (SPÖ) als Vehikel seines „burgenländischen Weges“ dient. 

Im Frühjahr 2025, kurz nach der Landtagswahl, hatte Holding-Gründungsgeschäftsführer Rucker überraschend seinen Rückzug avisiert. Eine Ausschreibung im Herbst wurde aufs Frühjahr 2026 verschoben, Mitte April endete schließlich die Ausschreibungsfrist.

Es scheint nicht leicht, die gut dotierte Top-Position zu besetzen. Aber „noch im Sommer“ soll eine Entscheidung fallen, wird dem KURIER am Montag aus dem Doskozil-Büro mitgeteilt.

Alles auf Schiene

Mehrmals, so war in den vergangenen Monaten aus informierten Kreisen zu hören, holte sich das Land bei informellen Anfragen Abfuhren diverser Wirtschaftskapitäne. Zuletzt wurde im Umfeld der Holding aber immer wieder ein Name genannt: Hana Dellemann, frühere Vize-Generaldirektorin mit Alleinverantwortung für den im Burgenland konzentrierten österreichischen Teil der ungarisch-österreichischen Raaberbahn, könnte demnach ins Land zurückkehren. Für den KURIER war Dellemann am Montag nicht erreichbar.

Die Betriebswirtin mit Wurzeln in der Slowakei und Wohnsitz im Nordburgenland war im Spätherbst 2023 bei einer einseitig einberufenen Hauptversammlung von Ungarn aus heiterem Himmel abberufen worden. Dellemann wollte die Raaberbahn „viel stärker als Burgenland-Bahn positionieren“, der damaligen Orbán-Regierung in Ungarn war das wohl ein Dorn im Auge. Der unfreundliche Akt der Nachbarn führte seinerzeit zu diplomatischen Verstimmungen, das zuständige Verkehrsministerium brachte eine Klage gegen Ungarn ein, die aber gegenstandslos wurde, nachdem sich Dellemann und die mehrheitlich in ungarischem Staatsbesitz stehende Raaberbahn AG außergerichtlich auf ein „Ende der Zusammenarbeit“ geeinigt hatten.

Dellemann, die neben profunden Kenntnissen in der Transportwirtschaft auch internationale Konzernerfahrung mitbringt, wechselte daraufhin in die Privatwirtschaft. Aber auch der Landesholding ist die Mittvierzigerin bereits seit mehr als einem Jahr als Mitglied des Aufsichtsrates verbunden. Im zehnköpfigen Gremium ist Dellemann eine von drei Frauen, neben LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner von den Grünen und der Spitzenbeamtin und Juristin im Landhaus, Brigitte Novosel.

Ein Wechsel vom Aufsichtsgremium in die Geschäftsführung ist rechtlich kein Hindernis. Umgekehrt gäbe es hingegen sehr wohl ein Compliance-Problem, so ein Experte.

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