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Chronik Burgenland
11/14/2019

Stimmbänder: Doskozil muss ein drittes Mal operiert werden

In seiner ersten öffentlichen Stellungnahme nach der Stimmband-OP erklärte sich Burgenlands Landeshauptmann zu seinem Gesundheitszustand.

von Michael Pekovics, Thomas Orovits

Die 60. Sitzung des burgenländischen Landtags war gerade erst eröffnet worden, als Landeshauptmann Hans Peter Doskzil (SPÖ) nach einer ÖVP-Anfrage zum Neubau des Krankenhauses Oberwart das erste öffentliche Statement nach seiner Operation an den Stimmbändern abgab.

"Wie Sie hören können, ist meine Stimme noch mehr oder weniger angeschlagen", sagte der burgenländische SPÖ-Chef am Donnerstag ins Mikrofon. Zwei Wochen nach der Operation habe er gar nicht sprechen können.

Neue OP 2020

Doskozil kündigt an, dass er sich ein drittes Mal einer Stimmband-Operation unterziehen muss. Weil die Anfang Oktober erfolgte Operation keine vollständige Besserung gebracht habe, werde er im ersten Halbjahr nächsten Jahres erneut operiert. Gerüchten, er habe Krebs, erteilte er eine klare Absage.

Unter dem "Gebot der Transparenz" und um zahlreichen Gerüchten, die es zu seiner Gesundheit gebe, entgegenzutreten, habe er sich entschieden, seinen Gesundheitszustand öffentlich zu machen, sagte Doskozil. "Ich will klar und deutlich sagen: Es ist nicht Krebs, es ist nicht lebensbedrohlich", betonte der Landeshauptmann. Er habe sich der Stimmband- und Kehlkopfoperation Anfang Oktober unterziehen müssen, da sich "im hinteren Kehlkopfbereich, bei den Stellknorpeln des Kehlkopfes eine Beeinträchtigung abgezeichnet hat".

Doskozil hatte sich zuletzt im Wiener AKH einer Stimmbandoperation unterziehen müssen - um die Genesung nicht zu gefährden, legten ihm die Ärzte ein Sprechverbot auf. Es war der zweite Eingriff in 15 Monaten.

Wohl auch angesichts der angeschlagenen Stimme von Doskozil verzichtete die ÖVP dann auf weitere Fragen zu diesem Thema.

Der heutige Sitzungstag war interessant, standen doch zwei Landtagssitzungen auf dem Programm. In der ersten beschlossen die Abgeordneten insgesamt sechs Gesetze und acht Entschließungsanträge, in der zweiten präsentierte Doskozil das Budget für 2020.

Das sind die Themen der Landtagssitzungen

Das Budget sei neben dem Mindestlohn, der in der Sitzung Mitte Dezember beschlossen werden soll, das „letzte große Projekt unserer Koalition“, betonten  SPÖ-Klubobfrau Ingrid Salamon und FPÖ-Klubchef Géza Molnár im Vorfeld. Der Voranschlag soll mit Einnahmen und Ausgaben von je 1,35 Milliarden Euro im ordentlichen Teil wieder ausgeglichen sein, auf  neue Schulden werde wieder verzichtet.

Die ÖVP hatte sich von Doskozils Budgetrede „nicht viel“ erwartet, wie Landesparteiobmann Thomas Steiner betonte. Er ging davon aus, dass ein „gewisses Maß an Lobhudelei“ und „Schlagzeilenpolitik“  wesentliche Inhalte sein werden.

In der ersten Sitzung trat der Landtag parteiübergreifend in einem Entschließungsantrag für die Erhaltung der sieben Bezirkshauptmannschaften, fünf Spitäler und sechs Bezirksgerichte ein. Weiters stand ein Entschließungsantrag der Regierungsparteien gegen das Projekt der Breitspurbahn an. Dieser ist ÖVP und Grünen  zu „schwammig“, sie fordern ein „klares Nein“ zum Projekt. Ein Entschließungsantrag aller Parteien verlangt zum ungarischen Tourismusprojekt am Neusiedler See in Fertörakos mehr Informationen.

ÖVP-Klubchef Christian Sagartz wollte in einer schriftlichen Anfrage an LH Doskozil Auskunft über die genaue Zahl der vom Land beauftragten externen Rechtsgutachten seit 2015 und deren Kosten fürs Land.

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