Dank für ein soziales Lebenswerk an Helmut Szalay aus Apetlon

Dank für ein soziales Lebenswerk an Helmut Szalay aus Apetlon
Hohe kirchliche Auszeichnungen für das Ehepaar Szalay. St.-Martins-Orden in Gold verliehen.

Den Bau des orthodoxen Klosters in St. Andrä am Zicksee hatte das Ehepaar Zita und Helmut Szalay aus Apetlon stets unterstützt. Sowohl die griechisch-orthodoxe als auch die römisch-katholische Kirche sprachen dafür nun ihren Dank aus. Erstmals wird dafür der St.-Martins-Orden in Gold der Diözese Eisenstadt und das Verdienstzeichen in Gold der griechisch-orientalischen Metropolis von Austria und Exarchat von Ungarn und Mitteleuropa posthum verliehen.

„Friedensprojekt“

Als bekennende Katholiken hatten Zita und Helmut Szalay die Ablehnung des Klosterprojektes in dessen Frühphase beobachtet. Weil von den Gegnern des „Friedenprojektes“, wie Helmut Szalay das Bauvorhaben bezeichnet, vor allem der geplante Standort als „zu nah am Wohngebiet“ abgelehnt wurde, trat das Ehepaar mit einem bemerkenswerten Angebot an Metropolit Arsenios heran. Sie boten ihren auf St. Andräer Gemeindegebiet gelegenen Grundbesitz von mehr als 50 Hektar als Alternative an.

Stiftung für gemeinnützige Zwecke

Aber auch mit sozialen Projekten waren die beiden in Apetlon aktiv. So rief Helmut Szalay eine Stiftung aus seinem Privatvermögen ins Leben, aus der jedes Jahr mehrere Tausend Euro für gemeinnützige Zwecke aufgewendet wurden. Das Engagement seiner Gattin galt der Kultur. Als Malerin, neben zahlreichen Gemälden schuf sie aber auch eine beträchtliche Sammlung an literarischen Werken. Den Erlös aus dem Verkauf stiftete Zita Szalay sozialen Projekten, wie der Renovierung der St. Antonius-Kapelle in Apetlon.

Als seine Gattin 2019 nach einer plötzlichen Erkrankung unerwartet verstarb, entschloss sich Helmut Szalay zu einer Großspende für das Klosterprojekt von 100.000 Euro.

Die Verleihung des Martinsordens an Zita Szalay fand am 11. November im Martinsdom zu Eisenstadt statt. Helmut Szalay soll das Verdienstkreuz der Metropolis von Austria erhalten, „sobald es die Corona-Situation zulässt.“

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